11 November 2025, 20:01

SPD-Spitze distanziert sich von Asylreform-Papier mit den Grünen – und stellt klar: Keine Gespräche geführt

Ein Versammlungsraum mit einer Gruppe von Menschen, die auf Stühlen sitzen, zwei ausländischen Flaggen, einem orangen Schreibtisch mit Wasserflaschen und einem Mikrofon.

SPD-Spitze distanziert sich von Asylreform-Papier mit den Grünen – und stellt klar: Keine Gespräche geführt

Zwei führende SPD-Politiker, Helge Lindh und Rasha Nasr, haben sich öffentlich von einer kürzlich veröffentlichten gemeinsamen Erklärung zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) distanziert. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD ihre Position in dieser umstrittenen Frage klarstellen will.

Helge Lindh, ein erfahrener SPD-Abgeordneter, hinterfragte die Motivation hinter der Erklärung und deutete an, es gehe dabei eher um „öffentliche Selbstvergewisserung“ als um konkrete Bemühungen, die Asylbedingungen zu verbessern. Gleichzeitig betonte Rasha Nasr, die migrationspolitische Sprecherin der SPD, in ähnlichem Tenor, dass ihre Partei kritische Punkte eigenständig identifiziere.

Sowohl Lindh als auch Nasr bestätigten, in letzter Zeit keine offiziellen Gespräche mit den Grünen über die GEAS-Reform geführt zu haben. Aktuell gebe es auch keine amtlichen Abstimmungen zwischen SPD und Grünen zu diesem Thema. Diese Klarstellung folgt auf ein gemeinsames SPD-Grüne-Papier, das im Umlauf war – von dem sich die beiden SPD-Politiker ausdrücklich distanzieren.

Trotz der öffentlichen Uneinigkeit bleibt die SPD einer humanen und geordneten Migrationspolitik verpflichtet. Die Partei strebt eine rechtmäßige, praktikable und würdevoll umgesetzte EU-Asylreform an und unterstreicht damit ihr anhaltendes Engagement für das Thema.