SPD-Politiker Zimkeit diskutiert mit Schülern über marode Schulen und Bildungsgerechtigkeit in NRW
Charlotte SimonSPD-Politiker Zimkeit diskutiert mit Schülern über marode Schulen und Bildungsgerechtigkeit in NRW
Stefan Zimkeit, SPD-Abgeordneter aus Sterkrade, traf sich kürzlich mit Achtklässlern der Gesamtschule Weierheide im Düsseldorfer Landtag. Bei dem Besuch sprach er über die Finanzierung von Bildung, die Schulinfrastruktur und die Herausforderungen, vor denen Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen stehen.
Zimkeit, der in der Nähe der Schule wohnt, verwies auf anhaltende Probleme bei Platz und Ressourcen und betonte die Notwendigkeit einer gerechteren Verteilung der Investitionen in lokale Projekte. Die Debatte über die Schulfinanzierung in NRW ist seit 2020 hitzig: Oppositionsparteien wie die Grünen und die FDP kritisieren, dass das Land den Kommunen nicht genug Mittel zur Verfügung stellt. Zwar sah der Koalitionsvertrag von 2022 jährlich 500 Millionen Euro für den Schulbau vor, doch Streit gab es weiterhin über die Verteilung der Gelder.
Bis 2024 hatte NRW rund 4,5 Milliarden Euro aus einem Bundesprogramm für Infrastruktur im Umfang von 50 Milliarden Euro erhalten. Doch die Kommunen klagten über Verzögerungen bei der Auszahlung. Zimkeit lobte zwar die Bundesregierung für die Bereitstellung der Mittel, forderte die Landesregierung aber auf, sicherzustellen, dass das Geld auch bei den Städten für Bau- und Sanierungsvorhaben ankommt.
Er wies zudem die Vorstellung zurück, der Besuch einer Gesamtschule spiegle die Intelligenz eines Schülers wider. Stattdessen argumentierte er, dass Herkunft und Startchancen eine größere Rolle spielten. Zimkeit sprach sich gegen Vorurteile gegenüber Gesamtschulen aus und betonte, dass Bildungspolitik auf gleiche Chancen für alle abzielen müsse.
Als SPD-Mitglied machte er deutlich, mit allen demokratischen Parteien zusammenzuarbeiten – jeden Kontakt zur AfD lehne er jedoch ab, die er als rechtsextrem einordnete. Zudem lehnte er eine Verlagerung der Finanzverantwortung für Schulen vom Land auf die Stadt Oberhausen ab und bestand darauf, dass NRW die volle Verantwortung für die Verbesserung der Schulfinanzierung tragen müsse.
Zimkeits Treffen mit den Schülern fällt in eine Phase, in der die Diskussionen über die Schulfinanzierung in NRW weiterhin ungelöst sind. Zwar hat das Land Milliarden an Bundesmitteln erhalten, doch Verzögerungen bei der Verteilung lassen viele Schulen auf dringend benötigte Sanierungen warten. Seine Forderungen nach mehr Investitionen und gleichen Bildungschancen spiegeln die übergreifenden Sorgen um die Schulinfrastruktur in der gesamten Region wider.






