14 March 2026, 16:01

SPD Meerbusch fordert mehr Schutzplätze für Frauenhäuser im Rhein-Kreis Neuss

Zwei Frauen stehen an einem Rednerpult mit einem Mikrofon und einem Bildschirm, einen Blumenstrauß unten, vor einem dunklen Hintergrund auf einer Grünen Veranstaltung.

SPD Meerbusch fordert mehr Schutzplätze für Frauenhäuser im Rhein-Kreis Neuss

Die SPD Meerbusch und ihre Frauenunion fordern eine stärkere Unterstützung für Frauenhäuser im Rhein-Kreis Neuss. In ihren jüngsten Beschlüssen verlangen sie bessere Finanzierung und die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention. Unterdessen haben Führungswechsel und neue Initiativen die politische Struktur des Kreises verändert.

Auf der letzten Kreistagssitzung wurden wichtige Personalien und Sachfragen entschieden. Christina Borggraefe sicherte sich mit 71 von 84 Stimmen ihre Position als stellvertretende Kreisvorsitzende. Zudem wird sie den Kreis im Bezirksausschuss vertreten. Michael Grams stieg als Beisitzer in den Vorstand ein – mit 67 von 83 Stimmen und vollem Stimmrecht.

Chantal Messing schied nach fünf Jahren im Vorstand aus der Kreisführung aus. Sie bleibt jedoch als Vorsitzende der SPD Meerbusch aktiv und wird sich weiterhin auf Landesebene für den Kreis einsetzen. Dieter Jürginkes wurde in die neu geschaffene Schiedskommission berufen, was die Kontrollfunktionen des Vorstands erweitert.

Der Kreistag beschäftigte sich zudem mit Wohnungs- und Sozialfragen. Eine neue Initiative zielt darauf ab, das Gebäudeenergiegesetz so anzupassen, dass Mieter:innen vor ungerechtfertigten Modernisierungskosten geschützt werden. Beim Thema Frauenschutz verpflichtete sich die Gruppe, die Kapazitäten der Frauenhäuser bis 2030 zu verdreifachen. Aktuell stehen im Rhein-Kreis Neuss nur 15 Plätze in Neuss, Kaarst und Grevenbroich zur Verfügung – bei weitem nicht genug, um den Bedarf zu decken.

Der Kreis hat nun eine klarere Führung und setzt stärkere Akzente in den Bereichen Mieterschutz und Frauenhäuser. Mit Borggraefe und Grams in Schlüsselpositionen wird die SPD in den kommenden Jahren politische Veränderungen vorantreiben. Die geplante Ausweitung der Schutzplätze ist eine direkte Reaktion auf die seit Langem bestehenden Lücken in der lokalen Unterstützungsstruktur.

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