14 February 2026, 10:02

Solingen revolutioniert Mittagsbetreuung für Grundschulkinder ab August 2026

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung von Kindern, die in einer Kita spielen, mit begleitendem Text und einer Tabelle mit verschiedenen Gegenständen.

Solingen revolutioniert Mittagsbetreuung für Grundschulkinder ab August 2026

Solingen reformiert sein Betreuungssystem für Grundschulen in der Mittagszeit – Start ist der 1. August 2026

Die nordrhein-westfälische Stadt Solingen baut ihr Mittagsbetreuungsangebot für Grundschulkinder grundlegend um. Die Reform, die ab dem 1. August 2026 in Kraft tritt, soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und gleichzeitig mehr Betreuungsplätze schaffen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, reagiert man damit auf die Bedürfnisse moderner Familien sowie auf Vorgaben der Landesregierung.

Im Rahmen der Umstrukturierung wird die Zahl der UMI-Gruppen (Über-Mittag-Betreuung) von bisher 22 auf 43 fast verdoppelt – alle nach einheitlichen Standards. Rund 1.000 Kinder, die derzeit in der Offenen Ganztagsschule (OGS) betreut werden, wechseln in die UMI-Gruppen. Dadurch sollen Kapazitäten in der OGS für Familien freigemacht werden, die eine umfassendere Betreuung benötigen.

Künftig gelten für alle UMI-Angebote einheitliche Regelungen: Die Betreuung endet um 14 Uhr und umfasst auch die Ferienzeiten. An drei Pilotschulen wird zudem das Modell "UMI Flex" erprobt, das an zwei Nachmittagen pro Woche eine Verlängerung der Betreuung bis 15 Uhr vorsieht.

Die Kosten für die Mittagsbetreuung werden teilweise durch Elternbeiträge gedeckt, die sich am Familieneinkommen orientieren. Die Gebührenstruktur entspricht den landesrechtlichen Vorgaben für rechtssichere Beitragsmodelle. Bürgermeister Daniel Flemm (parteilos) bezeichnete "UMI Flex" als wichtigen Schritt, um auf die heutigen Anforderungen von Familien zu reagieren: "Damit bieten wir mehr Flexibilität und passgenaue Betreuungslösungen."

Die Reform setzt auf ein modulares System, das es Eltern ermöglicht, Betreuungszeiten nach ihren individuellen Bedürfnissen zu wählen. Ziel ist es, Beruf und Familie besser zu vereinbaren und gleichzeitig mehr Kindern den Zugang zu einer betreuten Mittagszeit zu ermöglichen.

Mit dem Start im August 2026 werden die erweiterten UMI-Gruppen und flexiblen Betreuungsmodelle eingeführt. Die Elternbeiträge staffeln sich einkommensabhängig, während die Neuerungen insgesamt für eine höhere Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen sorgen sollen. Die Stadt erwartet, dass die Änderungen den Bedürfnissen berufstätiger Eltern und der wachsenden Nachfrage nach betreuten Angeboten gerechter werden.