15 February 2026, 06:02

Solingen einigt sich auf neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst

Ein Plakat mit der Aufschrift "Bist du einer von denen, die in dieser Krise unserer Geschichte kämpfen oder für andere kämpfen lassen? Kämpfe oder zahle" und einer Waage auf der linken Seite.

Solingen einigt sich auf neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst

Beschäftigte im öffentlichen Dienst Solingens erzielen nach monatelangen Verhandlungen neuen Tarifabschluss

Nach monatelangen Verhandlungen haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Solingen eine neue Tarifeinigung erreicht. Die Vereinbarung sieht eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über 27 Monate vor und verhindert mögliche Streiks, die die Dienstleistungen hätten gefährden können. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitieren nun von größerer finanzieller Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre.

Die Gespräche hatten bereits im Dezember begonnen, wobei die intensiven Finalverhandlungen sich über lange Sitzungen hinzogen. Die Gewerkschaften hatten deutlich höhere Lohnerhöhungen gefordert, verbunden mit besseren Arbeitsbedingungen für Schichtkräfte und Nachwuchskräfte. Der nun erzielte Kompromiss orientiert sich jedoch am Muster des letzten kommunalen Tarifabschlusses und trägt so zur Angleichung der Gehaltsstrukturen zwischen Ost- und Westdeutschland bei.

Stufenweise Erhöhungen und breite Gültigkeit Laut dem neuen Tarifvertrag steigen die Gehälter schrittweise an, wobei die meisten Beschäftigten mindestens 100 Euro mehr pro Monat erhalten. Auszubildende profitieren von einer Gesamtsteigerung von 150 Euro. Die Vereinbarung umfasst ein breites Spektrum staatlicher Angestellter – von Schulen und Gerichten über den Straßenbau (Straßen.NRW) bis hin zu IT-Dienstleistern. Auch Mitarbeiter der Hochschulen im Bergischen Städtedreieck, etwa in Wuppertal, sind eingeschlossen.

Mit dem Abschluss entfällt die Gefahr von Warnstreiks und Dienstausfällen, die zuvor gedroht hatten. Die Einigung bringt Stabilität für öffentliche Einrichtungen und Beschäftigte gleichermaßen und beendet monatelange Unsicherheit in der Branche.

Zwei Jahre Planungssicherheit – regionaler Präzedenzfall Der Tarifvertrag schafft für Solingens öffentlichen Sektor zwei Jahre finanzielle Planungssicherheit. Die Beschäftigten erhalten schrittweise höhere Löhne, während die Arbeitgeber Betriebsstörungen vermeiden. Es handelt sich um den ersten derartigen Abschluss in der Region seit 2022, der künftigen Verhandlungen als lokale Referenz dienen wird.