13 February 2026, 20:10

Solingen diskutiert über die Zukunft seiner Kirchengemeinden bis 2035

Eine Stadtansicht mit der Kirche der Versöhnung an der Nerl im Hintergrund, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Fußgängern und einer bewölkten Himmel.

Solingen diskutiert über die Zukunft seiner Kirchengemeinden bis 2035

Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Zukunft der örtlichen Kirchengemeinden mitzugestalten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der Pläne der Evangelischen Kirche der Stadt, ihre Immobilien bis 2035 um die Hälfte zu reduzieren. An der ersten Sitzung nahmen sowohl evangelische als auch katholische Vertreter teil – ein Zeichen für das große Interesse an der Thematik.

Die Evangelische Kirche in Solingen verwaltet derzeit 22 Gebäude, darunter 13 Kirchen und 9 Gemeindezentren. Bis 2035 soll diese Zahl auf etwa 11 verringert werden. Vier Kirchen – die Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Dorper Kirche und die Kirche Gräfrath – sind für den langfristigen Erhalt vorgesehen. Drei Gemeindezentren in Höhscheid, in der Wittenbergstraße sowie in der Schützenstraße/Ritterstraße bleiben ebenfalls erhalten. Zwei weitere Gebäude, die Christuskirche Rupelrath und die Kirche Mangenberg, bedürfen noch einer genaueren Prüfung, während die Stadtkirche Mitte aufgrund ihrer zentralen Lage und guten Erreichbarkeit besonders berücksichtigt wird.

Andere Standorte wie die Kirche Merscheid und die Kirche Widdert könnten künftig einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die SPD-Arbeitsgruppe wird sich auf zentrale Anliegen des Stadtrats konzentrieren, darunter die Umwidmung von Kirchenflächen sowie die Auswirkungen möglicher Schließungen auf soziale Netzwerke und kulturelle Angebote. Zudem soll die Gruppe als Vermittlerin zwischen der Kirche und der Kommunalpolitik fungieren.

Die hohe Beteiligung an der jüngsten Informationsveranstaltung des Evangelischen Kirchenkreises zeigte, wie sehr den Bürgerinnen und Bürgern das Thema am Herzen liegt. Die SPD hat zugesagt, sich weiter aktiv einzubringen, und bezeichnet die Entwicklung als ein zentrales Thema für das städtische Gemeinschaftsleben in Solingen.

Die Arbeitsgruppe der SPD wird die Gemeinden auch weiterhin bei ihren Entscheidungen über die Gebäude unterstützen. Die Anpassung von Bauflächen sowie die Zukunft sozialer und kultureller Einrichtungen bleiben dabei zentrale Diskussionspunkte. Der Prozess wird die Gemeinschaftsstruktur Solingens in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.