Solingen baut Kita-Plätze aus – trotz aktueller Pause bei Neueröffnungen
Charlotte SimonSolingen baut Kita-Plätze aus – trotz aktueller Pause bei Neueröffnungen
Solingen hat trotz fehlender neuer Kita-Plätze im Jahr 2024 stetige Fortschritte beim Ausbau der Kinderbetreuung gemacht. Eine im Jahr 2023 ins Leben gerufene Taskforce hat den Bau beschleunigt und Planungsverfahren vereinfacht, um künftiges Wachstum zu sichern. Zudem haben sich veränderte Geburtenraten und der Übergang von Kindern in die Grundschule in diesem Jahr entlastend auf die Nachfrage ausgewirkt.
Im Jahr 2024 wurden in Solingen keine neuen Betreuungsplätze geschaffen, da alle geplanten Erweiterungen für 2025 und 2026 vorgesehen sind. Dennoch hat die 2023 gegründete Arbeitsgruppe dazu beigetragen, neue Projekte zu beschleunigen und bürokratische Hürden bei Genehmigungen abzubauen.
Ab 2025 werden mehrere neue Kindertageseinrichtungen eröffnet, darunter die Kita Löwenherz, die Kita Burg Schlossgeister und die Kita Kleeblatt. Weitere Einrichtungen wie die Kita Kompass und die Kita Platzhofstraße folgen 2026. Auch die Kita Kompass im Stadtteil Wald wird derzeit umgebaut und erweitert – von zwei auf fünf Gruppen.
Für das Kita-Jahr 2026/27 wird Solingen insgesamt 6.491 Plätze in Kindertageseinrichtungen und 530 Plätze in der Kindertagespflege anbieten. Die meisten Plätze stehen zu Beginn des Jahres zur Verfügung, zusätzliche Kapazitäten werden im Laufe der Zeit durch vorübergehende "Vorläufige Gruppen" geschaffen. Ein Vermittlungsverfahren im März soll Familien ohne Platz alternative Betreuungsmöglichkeiten vermitteln.
Die Stadt investiert zudem in Fachkräfte: In inzwischen der Hälfte aller Kita-Gruppen absolvieren Auszubildende ihren praktischen Teil. Dies soll den langfristigen Betrieb der Einrichtungen sichern.
Solingen ist gut auf das kommende Kita-Jahr vorbereitet und konzentriert sich darauf, bestehende Angebote zu erhalten und weiterzuentwickeln. Mit den neu eröffneten Einrichtungen und einer nachlassenden Nachfrage aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen erwartet die Stadt, den Bedarf der Familien vor Ort decken zu können. Die Ausweitung der Ausbildungsprogramme stärkt zusätzlich die Stabilität des Betreuungssystems.






