03 April 2026, 08:02

Schwere Arbeitsrechtsverstöße auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude mit der Aufschrift "Bitte keine Verschmutzung, Verstoßende werden verfolgt - Keine Ablagerung."

Schwere Arbeitsrechtsverstöße auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt

Bei einer Routinekontrolle auf einer Schulbaustelle in Bielefeld sind zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) stellten schwere Unregelmäßigkeiten bei 13 Unternehmen und 58 Beschäftigten fest. Die Ergebnisse haben nun weitere Ermittlungen in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen ausgelöst.

Am 1. Oktober 2025 führten rund 40 FKS-Beamte aus Bielefeld und Herford eine unangekündigte Prüfung am Bauprojekt der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche durch. Dabei befragten sie 58 Mitarbeiter von 13 verschiedenen Firmen zu ihren Arbeitsbedingungen und ihrer Bezahlung.

Die Kontrollen förderten 37 Fälle zutage, die einer genaueren Prüfung bedürfen. In 31 Fällen hatten Unternehmen Beschäftigte nicht unverzüglich bei der Sozialversicherung gemeldet. Drei weitere Fälle betrafen die Unterschreitung des Mindestlohns, bei drei weiteren wurde Sozialleistungsbetrug aufgedeckt.

Da viele der betroffenen Unternehmen außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Bielefelder Hauptzollamts ansässig sind, werden die Fälle an die jeweiligen örtlichen Behörden zur weiteren Bearbeitung übergeben.

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Die Überprüfung unterstreicht die anhaltenden Probleme bei der Einhaltung von Arbeitsvorschriften in Bauprojekten. Die 37 identifizierten Fälle werden nun in separaten Ermittlungsverfahren durch die zuständigen Zollämter weiterverfolgt. Bisher liegen keine Angaben darüber vor, wie viele der 13 Unternehmen ihren Sitz außerhalb des Bielefelder Zuständigkeitsbereichs haben.

Quelle