Schweizer Armee will Pensionäre zurückholen – doch der Plan bleibt vage
Noah MayerSchweizer Armee will Pensionäre zurückholen – doch der Plan bleibt vage
Schweizer Parlament unterstützt Plan zur Rückkehr von Pensionären in die Armee
Das Schweizer Bundesparlament hat einen Plan gebilligt, ehemalige Soldaten auf freiwilliger Basis wieder in den Militärdienst zu integrieren. Die Idee, die Verteidigungsministerin Viola Amherd erstmals 2024 vorbrachte, steckt noch in den Anfängen – konkrete Maßnahmen gibt es bisher nicht. Gleichzeitig hat der Vorschlag eine breitere Debatte über ungenutzte Potenziale in der Schweizer Gesellschaft angestoßen, die über ehemalige Militärangehörige hinausgeht.
Beide Kammern des Parlaments stimmten im März 2026 für die freiwillige Wiedereingliederung von Armeeveteranen. Der Bundesrat hat jedoch noch keine konkreten Vorschläge oder Schritte ausgearbeitet. Das Konzept war zwar bereits zwei Jahre zuvor von Amherd erwähnt worden, seither gab es aber kaum Fortschritte.
Kritiker monieren, der Plan sei zu eng gefasst und vernachlässige andere mögliche Beiträge von Zivilisten. Die Vorschläge reichen von der Umfunktionierung von Golfspielern zu Scharfschützen über den Einsatz von Landfrauen in Feldküchen bis hin zur Idee, Großmütter könnten Tarnkleidung stricken. Erfahrene Wanderer könnten feindliche Truppen durch manipulierte Wegweiser in die Irre führen, Gleitschirmflieger zu ferngesteuerten Drohnen umfunktioniert und Alphörner als verwirrende akustische Waffen eingesetzt werden.
Unterdessen tourt der Komiker Simon Enzler mit seinem elften Programm Brenzlig durchs Land. Bekannt für seinen scharfen politischen Humor und seinen markanten Appenzeller Dialekt, gewann Enzler 2007 den Comedy-Preis Salzburger Stier. Seine Arbeit bildet einen Kontrast zu den militärischen Diskussionen und bietet eine satirische Auseinandersetzung mit den Eigenheiten der Schweizer Gesellschaft.
Der Wiedereingliederungsplan bleibt vorerst theoretisch – ohne Zeitpläne oder finanzielle Mittel. Mit der Zustimmung des Parlaments liegt es nun am Bundesrat, ein umsetzbares Konzept zu entwickeln. Bis dahin verbleibt die Idee in der Schwebe – zusammen mit den skurriler anmutenden Vorschlägen zu den verborgenen Talenten der Schweiz.






