Scholz feiert Weiberfastnacht zwischen EU-Politik und rheinischer Tradition
Felix SchneiderScholz feiert Weiberfastnacht zwischen EU-Politik und rheinischer Tradition
Bundeskanzler Olaf Scholz beging den Weiberfastnacht mit einer Mischung aus politischem Pflichtbewusstsein und Karnevalsstimmung. Der am 12. Februar 2026 gefeierte Tag ist tief in der Kultur des Rheinlands verwurzelt, wo traditionell Frauen die Festlichkeiten des 1. FC Köln anführen. Scholz, der am 11. November geboren wurde – ein Datum mit karnevalistischer Symbolik – betonte seine persönliche Verbindung zu dieser Tradition durch seine rheinischen Familienwurzeln.
Die Ursprünge des Weiberfastnacht reichen bis ins Mittelalter zurück. Damals versammelten sich Frauen im Rheinland, um vor der Fastenzeit gemeinsam zu feiern und sich vorübergehend von herkömmlichen Geschlechterrollen zu befreien. Der heutige Brauch, Männern die Krawatten abzuschneiden, etablierte sich erst viel später, in den 1950er-Jahren. Heute läutet der Tag die Hochphase der Karnevalssaison ein, mit Umzügen, Bällen und satirischen Veranstaltungen in Städten wie Köln, Konstanz und dem Ruhrgebiet.
Scholz verbrachte einen Teil des Tages in einer nicht öffentlichen EU-Strategiekonferenz in der Nähe von Brüssel, bei der es um die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie ging. Später traf er sich mit Mitgliedern des Bundeskabinetts – und versuchte, etwas karnevalistische Leichtigkeit in den formellen Rahmen zu bringen.
Die Verbindung des Kanzlers zum Karneval ist eng. Seine Großmutter stammte aus Andernach, einer rheinischen Stadt, in der die Tradition besonders lebendig ist. Aufgewachsen ist Scholz im Sauerland, das zum ehemaligen Kurfürstentum Köln gehörte und wo sowohl Karneval als auch Schützenfeste gefeiert werden. Sein Geburtstag am 11. November fällt mit dem symbolischen Auftakt der Karnevalssaison zusammen – ein Datum, dem er besondere Bedeutung beimisst.
Der Weiberfastnacht 2026 verband politische Verpflichtungen mit kultureller Feierfreude. Scholz balancierte zwischen EU-Gesprächen und einem Bekenntnis zu seinen regionalen Wurzeln – ganz im Sinne des Tages, der Tradition und modernes Leben vereint. In ganz Deutschland, von Köln bis ins Ruhrgebiet, setzten die Feierlichkeiten den Auftakt zur lebhaftesten Phase des Karnevals fort.