Sanimed überwindet Finanzkrise und plant Zukunfts-Campus in Ibbenbüren
Felix SchneiderSanimed überwindet Finanzkrise und plant Zukunfts-Campus in Ibbenbüren
Sanimed, führender Distributor für Reha- und Medizintechnik, wendet das Blatt nach schwerer Finanzkrise
Das 1983 gegründete Unternehmen Sanimed hat nach Jahren der Verluste im Jahr 2025 einen ausgeglichenen Haushalt erreicht – ein entscheidender Schritt im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung, die das Unternehmen wieder auf eine stabile Basis stellt.
Die Geschichte von Sanimed ist von mehreren Eigentümerwechseln geprägt: 2001 übernahm die Hartmann Gruppe das Unternehmen, 2020 folgte der Verkauf an Palero, bevor es 2021 von der Löwenstein Gruppe übernommen wurde. Unter der Führung von Löwenstein verzeichnete Sanimed ein rasantes Wachstum – der Umsatz stieg von rund 120 Millionen Euro im Jahr 2021 auf über 180 Millionen Euro bis 2025. Dabei gelang es dem Unternehmen, seinen Marktanteil jährlich im zweistelligen Bereich zu steigern und in neue Regionen wie Frankreich und Skandinavien zu expandieren.
Das Produktportfolio von Sanimed umfasst unter anderem Reha-Geräte, Wundversorgungsprodukte, enterale Ernährung, Rollstühle und Elektromobile. Durch den Ausbau der Vertriebsnetze und die Erweiterung des Sortiments hat sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten wie Ottobock und Mediq erarbeitet.
Für die Zukunft plant Sanimed ab 2026 den Bau eines "Zukunfts-Campus" in Ibbenbüren, Deutschland. Das Projekt umfasst ein 16.000 Quadratmeter großes, dreistöckiges Bürogebäude sowie ein 4.500 Quadratmeter großes Logistikzentrum. Zudem ist ein Flagship-Store Teil der Planung.
Dank der erfolgreichen Restrukturierung hat Sanimed seine finanziellen Schwierigkeiten überwunden und ist zurück auf Wachstumskurs. Mit einem ausgeglichenen Haushalt und ehrgeizigen Plänen für den neuen Standort positioniert sich das Unternehmen für eine fortschreitende Expansion im europäischen Medizintechnikmarkt.