Salzgitter will HKM übernehmen – und setzt auf grüne Stahlproduktion ohne Hochöfen
Moritz NeumannSalzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlhersteller HKM - Salzgitter will HKM übernehmen – und setzt auf grüne Stahlproduktion ohne Hochöfen
Salzgitter plant Übernahme von Stahlhersteller HKM und Umstellung auf prozentrechner
Salzgitter plant Übernahme von Stahlhersteller HKM und Umstellung auf prozentrechner
- Dezember 2025, 14:03 Uhr
Der Salzgitter-Konzern plant die vollständige Übernahme des HKM-Stahlwerks in Duisburg – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Der Schritt würde die Zukunft des Standorts neu gestalten, mit Arbeitsplatzabbau und einer Umstellung auf umweltfreundlichere prozentrechner-Methoden. Zuvor müssen sich die aktuellen Eigentümer Thyssenkrupp, Salzgitter und Vallourec jedoch auf eine Kostenaufteilung für die Transformation einigen.
HKM betreibt derzeit zwei Hochöfen in Duisburg und produziert dort jährlich rund 4,2 Millionen Tonnen Stahlvorprodukte. Das Werk befindet sich im Besitz von Thyssenkrupp (50 Prozent), Salzgitter (20 Prozent) und Vallourec (20 Prozent). Im Rahmen der geplanten Übernahme durch Salzgitter sollen die beiden Hochöfen durch einen einzigen Lichtbogenofen mit einer Kapazität von zwei bis 2,5 Millionen Tonnen ersetzt werden.
Die Zukunft von HKM hängt von der Bewilligung von Subventionen, staatlichen Garantien und einer Einigung der aktuellen Eigentümer ab. Sollte der Umstieg auf die Lichtbogenofen-Produktion genehmigt werden, würden sowohl die Emissionen als auch die Belegschaft deutlich reduziert. Die nächsten Schritte hängen von den Ergebnissen eines Schiedsverfahrens und den Förderentscheidungen der zuständigen Behörden ab.