S11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach: 836 Millionen Euro für den Ausbau gesichert
Charlotte SimonS11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach: 836 Millionen Euro für den Ausbau gesichert
Ausbau der S11-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln: Volle Finanzierung und Planungsgenehmigung gesichert
Das Ausbauprojekt der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die vollständige Finanzierung sowie die notwendigen Planungsgenehmigungen erhalten. Das Gesamtbudget beläuft sich nun auf 836 Millionen Euro, mit einem Baubeginn im Jahr 2026. Allerdings könnten Verzögerungen den ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin 2032 gefährden.
Das Vorhaben verdoppelt die Gleiskapazität entlang der Strecke und schafft wichtige Infrastruktur. So entsteht ein neuer Bahnhof, Köln-Kalk West, während der Bahnhof Bergisch Gladbach auf vier Gleise erweitert wird. Zudem werden alle Haltepunkte zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut.
Geplant sind außerdem Mittelbahnsteige für den Kölner Hauptbahnhof und den Bahnhof Köln Messe/Deutz. Nach Abschluss der Arbeiten sollen Züge im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Pendler müssen sich jedoch auf jahrelange Einschränkungen einstellen – die erste größere Streckensperrung beginnt nach Ostern 2026.
Die Finanzierung stammt aus Bundes- und Landesmitteln: Die Bundesregierung steuert 531 Millionen Euro bei, Nordrhein-Westfalen weitere 305 Millionen. Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen. Dennoch könnten Terminüberschneidungen mit anderen Kölner Infrastrukturprojekten die Fertigstellung des zweiten Gleises über das frühe Jahr 2032 hinaus verzögern.
Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Sperrpausen beginnen. Ziel der Modernisierung ist es, die Zuverlässigkeit und Kapazität auf einer der meistgenutzten Schienenverbindungen der Region zu erhöhen.
Nach Abschluss des S11-Ausbaus werden schnellere und häufigere Verbindungen möglich sein. Doch während der Bauphase müssen Fahrgäste mit längeren Reisebehinderungen rechnen. Behörden warnen, dass der Zeitplan aufgrund konkurrierender Infrastrukturprojekte in Köln weiterhin unsicher bleibt.






