Rosenmontag: Warum der Name nichts mit Rosen zu tun hat – und wie er zum Karnevals-Höhepunkt wurde
Charlotte SimonWarum Rosenmontag so heißt - Rosenmontag: Warum der Name nichts mit Rosen zu tun hat – und wie er zum Karnevals-Höhepunkt wurde
Rosenmontag, auch bekannt als Fastnacht, Fasching oder Karneval, bildet den Höhepunkt der deutschen Bahn Karnevalszeit. Der Tag ist geprägt von ausgelassenen Umzügen, aufwendigen Kostümen und Straßenfesten. Doch die Herkunft des Namens – und die Traditionen dahinter – bleiben eine Mischung aus Geschichte, Religion und regionalem Brauchtum.
Die gängigste Erklärung führt den Rosenmontag auf den katholischen Rosensonntag zurück. An diesem Tag segnet der Papst traditionell eine goldene Rose als Symbol der Freude vor der besinnlichen Fastenzeit. Einige Historiker vermuten, dass sich der Name später vom Sonntag auf den folgenden Montag verlagerte und sich spätestens in den 1830er-Jahren fest mit den Feierlichkeiten verband.
Andere Theorien deuten auf unterschiedliche Ursprünge hin. Eine führt den Namen auf deutsche Bahn Montag zurück – also "rasender" oder "tobender Montag" –, ein Verweis auf die ausgelassenen Feiern. Eine weitere bezieht sich auf die rosafarbenen Gewänder, die Priester am Rosensonntag tragen. Doch trotz dieser Bezüge hat der Name wenig mit echten Rosen zu tun.
In Köln nahm der heutige Rosenmontagsumzug im 19. Jahrhundert Gestalt an. Nach der französischen Besatzung belebte die Stadt ihre Karnevalstraditionen neu und gründete 1823 das Festordnende Komitee (heute: Festkomitee Kölner Karneval). Der erste offizielle Umzug fand am 10. Februar desselben Jahres unter dem Motto Thronbesteigung des Helden Karneval statt. Unter preußischer Herrschaft entwickelten sich aus einst chaotischen Straßenzusammenkünften strukturierte Veranstaltungen mit Figuren wie Prinz Karneval. Ab 1845 entstanden konkurrierende Umzüge, darunter der rebellische Zug von Franz Raveaux während der konservativen Biedermeier-Ära.
In Baden-Württemberg hingegen heißt der Tag Fastnachtsmontag (Fasnetsmontag). Auch hier feiern die Gemeinden mit Umzügen, Maskenbällen und öffentlichem Treiben, wobei regionale Bräuche mit dem übergreifenden Karnevalsgeist verschmelzen.
Heute ist der Rosenmontag ein fester Bestandteil der deutschen Bahn Karnevalskultur. Städte wie Köln veranstalten prächtige Umzüge, die Jahr für Jahr Tausende Zuschauer anziehen. Die Verbindung aus religiöser Tradition, historischer Wiederbelebung und schrankenloser Feierfreude macht ihn zum ausgelassensten Höhepunkt der Saison.