17 April 2026, 18:03

"Richi"-Merchandise verschwindet nach rechtlichen Drohungen aus Schweizer Läden

Ein Mann in schwarzer Kapuzenjacke und schwarzem Anzug mit weißem Hemd, der ein Mikrofon hält und selbstbewusst vor einer Wand steht.

"Richi"-Merchandise verschwindet nach rechtlichen Drohungen aus Schweizer Läden

Schweizer Händler ziehen Fan-Artikel mit viralem Spruch nach rechtlichen Bedenken zurück

Die Schweizer Einzelhändler haben Merchandise-Artikel mit Bezug zu einem viral gegangenen Spruch aus dem Sortiment genommen, nachdem rechtliche Bedenken aufkamen. Die Familie Schönbächler, deren verstorbener Vater Hermann den Ausdruck "Richi" geprägt hatte, forderte die Entfernung des Spruchs von den Produkten des Influencers Zeki. Sowohl Galaxus als auch Brack haben die Artikel nun vorläufig aus dem Verkauf genommen, während die Lizenzfrage geprüft wird.

Der Streit begann, als Zeki die berühmte "Richi"-Zeile von Hermann Schönbächler in seine Comedy-Soundboxen aufnahm. Der Spruch, der ursprünglich aus einem Schweizer Fernsehmoment stammte, war zu einem weitverbreiteten Meme geworden. Die Familie Schönbächler hatte der kommerziellen Nutzung jedoch nie zugestimmt und auch keine Einnahmen aus den Verkäufen erhalten.

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Die Familie forderte öffentlich die Entfernung des Memes und verwies auf den Respekt vor ihrer Privatsphäre, insbesondere zum Schutz ihrer Kinder. Zudem rief sie dazu auf, den öffentlichen Hype um den Spruch zu beenden. Zeki reagierte, indem er seine Soundboxen anpasste und den "Richi"-Bezug entfernte, um die überarbeitete Version den rechtlichen Anforderungen anzupassen.

Trotz der Änderungen verkauft Zeki weiterhin seinen Restbestand der ursprünglichen Soundboxen. Unterdessen bestätigte der Schweizer Rundfunk SRF, dass er keine Lizenzrechte für solche Inhalte ohne ausdrückliche Zustimmung der Beteiligten erteilt – eine Zustimmung, die in diesem Fall nie erteilt wurde.

Die Entfernung der Produkte durch große Händler markiert einen deutlichen Wandel im Umgang mit der kommerziellen Nutzung viraler Inhalte. Zekis überarbeitete Soundboxen werden das umstrittene Meme nicht mehr enthalten, und der Wunsch der Familie Schönbächler nach Privatsphäre wurde anerkannt. Der Fall zeigt die rechtlichen Grenzen bei der unbefugten Verwendung persönlicher Sprüche auf Merchandise-Artikeln auf.

Quelle