Rheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING für autonome Militärtechnik
Moritz NeumannRheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING für autonome Militärtechnik
Rüstungsunternehmen Rheinmetall übernimmt Mehrheit an kroatischem Robotik-Spezialisten DOK-ING
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat die Mehrheit am kroatischen Robotikunternehmen DOK-ING übernommen. Mit dem Deal stärkt das Unternehmen seine Position im Bereich autonomer Militärsysteme. Zwar gaben die Aktien kürzlich nach, doch die langfristigen Wachstumsaussichten bleiben intakt.
Wie Rheinmetall vergangene Woche bekannt gab, hält das Unternehmen nun 51 Prozent an DOK-ING, einem führenden Anbieter von Robotiksystemen für Minenräumung und unbemannte Fahrzeuge. Die Technologien des kroatischen Unternehmens kommen bereits in Krisenregionen zum Einsatz – darunter in der Ukraine. Zwar steht noch die regulatorische Genehmigung aus, doch die Übernahme passt zu Rheinmetalls Strategie, sein Angebot an autonomen Verteidigungslösungen auszubauen.
Die Akquisition schließt eine wichtige Lücke im Portfolio des Konzerns, insbesondere im Bereich unbemannter Unterstützungssysteme. Eines der Vorzeigeprojekte ist Wingman – ein autonomes Begleitfahrzeug für Kampfpanzer, das für Aufklärung und Feuerunterstützung konzipiert ist. Zudem plant Rheinmetall, in Kroatien ein neues Kompetenzzentrum für autonome Systeme einzurichten und damit die Rolle des Landes in der europäischen und NATO-weiten Sicherheitsarchitektur zu stärken.
Trotz eines Kursrückgangs von 6,5 Prozent in der vergangenen Woche – der Schlusskurs lag bei 1.557,50 Euro – hat sich der Rheinmetall-Aktienkurs im vergangenen Jahr um über 30 Prozent erholt. Analysten sehen in der aktuellen Schwächephase eine kurzfristige Korrektur, angesichts des starken Auftragsbestands und der steigenden Verteidigungsbudgets in Europa.
Mit der Übernahme von DOK-ING festigt Rheinmetall seine Führungsrolle in der robotergestützten und autonomen Militärtechnologie. Durch das neue Forschungszentrum in Kroatien und laufende Projekte wie Wingman erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten weiter. Bevor die vollständige Integration erfolgen kann, steht jedoch noch die behördliche Freigabe aus.






