26 February 2026, 06:06

Rheinisch-Bergischer Kreis diskutiert bessere Wege von der Schule in den Beruf

Ein Plakat mit einem hellgelben Hintergrund zeigt eine Gruppe von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien, die gemeinsam in einem Kreis stehen, mit der Aufschrift 'Die Zukunft der Familie verlangt eine Bildung, die Kinderarbeit nicht geben kann.'

Rheinisch-Bergischer Kreis diskutiert bessere Wege von der Schule in den Beruf

Rheinisch-Bergischer Kreis veranstaltet erste Fachtagung zum Übergang von der Schule in den Beruf

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat kürzlich seine erste Fachtagung zum Thema Übergang von der Schule in das Berufsleben ausgerichtet. Die Veranstaltung brachte Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammen, um zu erörtern, wie die Berufsorientierung besser auf die sich wandelnden Bedürfnisse junger Menschen und lokaler Unternehmen eingehen kann. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsergebnisse und praktische Strategien zur Verbesserung der Unterstützung in dieser entscheidenden Phase.

Eröffnet wurde die Tagung mit einem Hauptvortrag von Wiebke Jessen, die Erkenntnisse aus der SINUS-Jugendstudie präsentierte. Die Untersuchung identifizierte sieben unterschiedliche Lebensstile unter jungen Deutschen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die sich durch individuelle Alltagserfahrungen und Berufswünsche auszeichnen. Diese Vielfalt unterstreicht die Notwendigkeit maßgeschneiderter Ansätze in der Berufsberatung.

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An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus Schulen, Hochschulen, Unternehmen und Jugendeinrichtungen teil – ebenso wie junge Menschen selbst. In verschiedenen Foren tauschten sie Perspektiven und Fachwissen aus. Die Tagung wurde von regionalen Partnern mitgestaltet, um eine Kombination aus professionellem Know-how und praxisnahen Einblicken zu gewährleisten.

Aus den Diskussionen gingen konkrete Empfehlungen hervor. Ein Vorschlag sah die Einrichtung einer zentralen Online-Plattform vor, auf der alle Berufsorientierungsangebote gebündelt werden. Ein weiterer Ansatz zielte auf eine engere Verzahnung von Schulen und Betrieben ab, um mehr praxisnahe Lernmöglichkeiten zu schaffen. Zudem wurden Programme zur Persönlichkeitsentwicklung als Unterstützung für junge Menschen in der Übergangsphase vorgeschlagen.

Landrat Arne von Boetticher betonte, dass der Austausch zu handfesten Lösungen führen werde. Er hob die Bedeutung anpassungsfähiger Strategien hervor, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Region zugeschnitten sind. Der Kreis engagiert sich seit 2005 in diesem Bereich und steuert die Arbeit über eine eigene Koordinierungsstelle sowie Lenkungsgremien.

Die Tagung brachte klare Vorschläge zur Verbesserung der Berufsorientierung in der Region hervor. Zu den zentralen Ergebnissen zählen ein Informationsportal als Anlaufstelle, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Wirtschaft sowie Initiativen zur persönlichen Entwicklung. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass junge Menschen auf ihrem Weg von der Ausbildung in den Beruf wirksamer unterstützt werden.