08 November 2025, 12:02

Regenbogen-Treppe als Symbol – doch manche Schüler meiden sie bewusst

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, mit einem Mädchen, das in ein Mikrofon spricht; dahinter ist eine Umzäunung mit einem Dach, das mit Ballons geschmückt ist.

Regenbogen-Treppe als Symbol – doch manche Schüler meiden sie bewusst

Gesamtschule Aachen-Brand trägt seit zweieinhalb Jahren das Siegel „Schule der Vielfalt“ – ein Zeichen für ihr Engagement für Inklusion und Offenheit. Die Regenbogen-Treppe der Schule, Symbol dieser Haltung, geht auf eine Initiative der AG „All Inclusive“ zurück, die sich für LGBTQ+-Schüler:innen einsetzt. Doch inzwischen meiden manche Schüler:innen die bunte Treppe und nehmen Umwege zu ihren Klassenzimmern.

Die Idee zu den Regenbogenstufen stammte von der „All Inclusive“-Gruppe, die weiterhin Projekte entwickelt, um queeren Jugendlichen zu zeigen, dass sie sich nicht verstecken müssen. Trotz ihres Engagements sehen sich die Mitglieder täglich mit homophoben und transfeindlichen Beleidigungen konfrontiert. Schulleiter Andreas Lux betont, wie wichtig es der Schule ist, eine sichere und respektvolle Lernumgebung für alle Schüler:innen zu schaffen.

Ein Vorfall, bei dem Schimpfwörter gerufen wurden, veranlasste die Gruppe zu weiteren Schritten. Gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Nordfriesland arbeiten sie an Initiativen wie der „Be More Rainbow“-Kampagne der Marke Veuve Noire sowie an Aufklärungsprojekten zu LGBTQIA+-Toleranz in Kirchen, Schulen und der Jugendarbeit. Jil Kelmes, Mitglied der Gruppe, bedauert es, dass die Regenbogen-Treppe von manchen gemieden wird.

Die farbenfrohe Treppe am Haupteingang der Schule steht sichtbar für den Einsatz der Schule für Vielfalt und Akzeptanz. Auch wenn einige Schüler:innen sie umgehen, kämpft die „All Inclusive“-Gruppe weiter für ein offeneres Schulklima – unterstützt von externen Partnern, um queeren Jugendlichen Sicherheit und Wertschätzung zu vermitteln.