Radfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Zone und wird geblitzt
Radschnellfahrer in Nachrodt-Wiblingwerde mit 59 km/h in einer 30er-Zone geblitzt
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle der Polizei in Nachrodt-Wiblingwerde wurde ein Radfahrer mit 59 km/h in einer Zone mit Tempo-30-Limit erwischt. Die Kontrollaktion fand am 18. März zwischen 13:30 und 17:00 Uhr statt. Insgesamt maßen die Beamten während des Einsatzes 587 motorisierte Fahrzeuge. Davon fielen 52 in den Bereich eines Verwarnungsgelds – vermutlich weil sie zwischen 21 und 30 km/h zu schnell unterwegs waren –, während 18 Fahrer sofort ein Bußgeld erhielten. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 72 km/h und überbot damit selbst die 59 km/h des Radfahrers.
Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten für alle Verkehrsteilnehmer, auch für Fahrradfahrer, und Verstöße können mit Sanktionen geahndet werden. In diesem Fall drohen dem Radfahrer ein Verwarnungsgeld oder eine Strafe zwischen 15 und 35 Euro. Sollten die Behörden zu dem Schluss kommen, dass die Geschwindigkeitsüberschreitung eine konkrete Gefahr darstellte, könnte zusätzlich ein Punkt in das Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen werden.
Ungewöhnliche Vorfälle im Zusammenhang mit Blitzeranlagen häufen sich in letzter Zeit. In Berlin erhielt ein Autofahrer fälschlicherweise einen Bußgeldbescheid, nachdem ein Datenfehler die Fotos falsch zuordnete. In Leipzig hingegen platzierten Unbekannte ein gefälschtes Tempolimit-Schild, um Fahrer in eine Geschwindigkeitsfalle zu locken.
Besonders in der Nähe von Schulen werden Raserdelikte oft streng geahndet. Da die Kontrollstelle in Nachrodt-Wiblingwerde in der Nähe von Bildungseinrichtungen und Freizeitstätten lag, könnte dies Einfluss auf die Behandlung des Falls des Radfahrers haben.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme mit überhöhter Geschwindigkeit, die sowohl Autofahrer als auch Radfahrer betreffen. Die Behörden beobachten solche Verstöße weiterhin genau, insbesondere in Risikobereichen. Der Fall des Radfahrers wird nun geprüft – mögliche Strafen oder Bußgelder hängen von der Schwere des Vergehens ab.






