17 April 2026, 06:03

Quecksilber-Austritt in Schützenstraße: Feuerwehr evakuiert Mehrfamilienhaus nach Gefahrgutfund

Ein großer Raum voller Müll, darunter Plastikabdeckungen, Behälter, Holzobjekte und Schutt, mit einer textbedeckten Wand auf der linken Seite und einem Metallrahmen an der Decke.

Quecksilber-Austritt in Schützenstraße: Feuerwehr evakuiert Mehrfamilienhaus nach Gefahrgutfund

Gefahrguteinsatz in Mehrfamilienhaus in der Schützenstraße

Am Freitagabend, dem 12. September 2025, ereignete sich ein Gefahrguteinsatz in einem mehrstöckigen Wohngebäude in der Schützenstraße. Die Feuerwehr wurde nach Meldungen über eine unbekannte Substanz alarmiert, die später als Quecksilber identifiziert wurde und im Keller des Gebäudes ausgetreten war. Die Lage erforderte eine schnelle und abgestimmte Notfallreaktion mit fast 30 Einsatzkräften und einem Dutzend Fahrzeugen.

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Der Vorfall begann, als die Feuerwehrkräfte eintrafen, um eine verdächtige Substanz im Keller zu überprüfen. Dort entdeckten sie einen kleinen Koffer mit verschiedenen Reagenzien und Gerätschaften, darunter beschädigtem Quecksilber. Einsatzleiter Jan Poschmann erkannte sofort die Gefahr, teilte den Einsatzbereich in Sektoren ein und ordnete die Evakuierung aller Bewohner an.

Ein Gefahrgutberater sowie ein Messfahrzeug für gefährliche Stoffe wurden von der Feuerwehr Gevelsberg angefordert. Gleichzeitig wurde ein Quecksilber-Bindemittelset von der Feuerwehr Wuppertal herbeigeschafft. Kurz darauf trafen Oliver Dag, der Leiter der Feuerwehr, und sein Stellvertreter Markus Kosch ein, um die Lage zu bewerten und die Maßnahmen zu koordinieren.

Für die betroffenen Bewohner wurde ein beheizter Versorgungsbus (VER) als vorübergehende Unterkunft eingerichtet. Ein Team in Schutzanzügen sammelte das ausgetretene Quecksilber ein und richtete außerhalb des Gebäudes eine Dekontaminationsstation ein. Nach der Eindämmung der akuten Gefahr wurde die Einsatzstelle an ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen übergeben, das die sichere Beseitigung der geborgenen Chemikalien und kontaminierten Ausrüstung übernahm.

An der Operation waren 29 Einsatzkräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge gleichzeitig beteiligt, weitere Kräfte standen in Bereitschaft. Das Gebäude wurde gesichert, und die Bewohner wurden betreut, während das Gefahrgut fachgerecht entfernt wurde. Die Behörden bestätigten, dass die Lage unter Kontrolle war, bevor die abschließende Reinigungsphase begann.

Quelle