13 December 2025, 22:03

Protestwelle beim Rhein-Derby: Warum 500 Fans das Stadion vor Anpfiff verließen

Ein Fussballspiel in einem Stadion mit sechs Spielern, drei Fussbällen, vielen Zuschauern in Regenschirmen haltend, und mehreren Kameramännern.

Polizei bestreitet: Keine Nackt-Kontrollen beim Rhein-Derby - Protestwelle beim Rhein-Derby: Warum 500 Fans das Stadion vor Anpfiff verließen

Polizei dementiert: Keine Entkleidungskontrollen beim Rhein-Derby in Köln

Polizei dementiert: Keine Entkleidungskontrollen beim Rhein-Derby in Köln

  1. Dezember 2025, 21:02 Uhr

Eine Polizeikontrolle an zwei Fans der Kölner Haie vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen löste eine Protestwelle aus. Rund 500 Auswärtsfans verließen das Stadion noch vor Anpfiff. Solidarisch schlossen sich sogar Leverkusens Ultra-Gruppen an, die in der ersten Halbzeit demonstrativ den Innenraum verließen.

Der Vorfall eskalierte, als Beamte bei der Einlasskontrolle zwei Kölner Anhänger einer gründlichen Durchsuchung unterzogen. Dabei wurden bei einer Person laut Behördenangaben "passive Waffen" entdeckt. Später stellte die Polizei klar, dass es keine Entkleidungskontrollen gegeben habe – entgegen erster Berichte.

Ansonsten seien die Standardkontrollen im Gästeblock reibungslos verlaufen, hieß es seitens Leverkusens. Dennoch veranlasste die Durchsuchung die aktive Kölner Fanszene, das Spiel noch vor Beginn zu boykottieren. Ihr Fehlen wirkte sich spürbar aus: Kölner Trainer Lukas Kwasniok bedauerte, dass die stimmungsprägenden Anhänger nicht dabei waren, um die Mannschaft zu unterstützen.

In einer überraschenden Geste der Verbundenheit verließen auch Leverkusens Ultras in der ersten Halbzeit die Ränge. Sportdirektor Simon Rolfes zeigte sich ob der Solidarität mit den Rivalen sichtlich überrascht.

Auslöser des Protests war eine einzelne Polizeikontrolle, bei der verbotene Gegenstände sichergestellt wurden. Beide Fangruppen zeigten so ihren Unmut – die Tribünen blieben ohne ihre lautstarken Unterstützer. Das Spiel fand zwar statt, doch die Stimmung litt spürbar unter den kollektiven Abgängen.