Prominente wie Clemens Tönnies vor dem Paohlbürger Karnevalsgericht – wer wird „verurteilt“?
Charlotte SimonProminente wie Clemens Tönnies vor dem Paohlbürger Karnevalsgericht – wer wird „verurteilt“?
Der 55. Paohlbürger Karnevalsgerichtstag in Münster steht vor der Tür – mit prominenter Besetzung
An diesem Wochenende findet in Münster der 55. Paohlbürger Karnevalsgerichtstag statt – ein Event mit prominent besetzter „Angeklagtenbank“. Vor ausverkauftem Haus mit 200 Gästen müssen sich vier bekannte Persönlichkeiten in der langjährigen Tradition eines humorvollen Scheinprozesses spielerischen Vorwürfen stellen. Zu den „Angeklagten“ zählen TV-Moderator Jörg Draeger, Oberbürgermeister Tilmann Fuchs, Sängerin Mary Roos und Unternehmer Clemens Tönnies.
Die von der Paohlbürger Karnevalsgesellschaft organisierte Veranstaltung verspricht wie jedes Jahr Gelächter und leichtfüßige Unterhaltung. Jeder Prominente wird sich vor den versammelten Karnevalsgruppen gegen erfundene, aber mit Witz vorgetragene Anklagepunkte verteidigen.
Der Scheinprozess blickt auf eine 55-jährige Tradition zurück, in der Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vor dem Karnevalsgericht in einer parodistischen Gerichtsverhandlung antreten. Auch diesmal sind die Vorwürfe so skurril wie eh und je: Oberbürgermeister Tilmann Fuchs etwa muss sich dafür verantworten, in Münsters neuen Projekten allzu großzügig mit der Farbe Grün umgegangen zu sein. Clemens Tönnies hingegen wird beschuldigt, zu viel Geld in den FC Schalke 04 statt in seinen Heimatverein Preußen Münster investiert zu haben.
Sängerin Mary Roos sieht sich mit einem fiktiven Skandal aus ihrer Musikkarriere konfrontiert, während Jörg Draeger – bekannt als Moderator von „Der Preis ist heiß“ – von seinem Freund und Kollegen Harry Wijnvoord verteidigt wird. Alle vier „Angeklagten“ spielen mit Humor mit: Fuchs beteuert bereits seine Unschuld und bereitet eine „Verteidigungsrede“ vor. Das Interesse an der Veranstaltung war enorm – alle 200 Karten waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen.
Wenn der Prozess seinen Lauf nimmt, wird der Richter ein finales „Urteil“ fällen – selbstverständlich nur zum Vergnügen der Zuschauer. Der Karnevalsgerichtstag bleibt eine geliebte lokale Tradition, die Humor und Gemeinschaftsgeist vereint.
Mit der Urteilsverkündung endet zwar der diesjährige Scheinprozess, doch im Mittelpunkt steht ohnehin der Feiercharakter. Das ausverkaufte Haus und die prominenten Teilnehmer unterstreichen die ungebrochene Beliebtheit des Events. Für die Paohlbürger Karnevalsgesellschaft geht die Tradition damit in ein weiteres Jahr – und bringt Münster wieder einmal Lachen und Geselligkeit.