20 November 2025, 20:02

Preisexplosion treibt Deutsche zu Handelsmarken – der große Einkaufswandel

Eine Frau steht an der Kasse in einem belebten Geschäft, das mit Bildern, Büchern und ausgestellten Plakaten gefüllt ist, während im Hintergrund Kunden einkaufen.

Preisexplosion treibt Deutsche zu Handelsmarken – der große Einkaufswandel

Deutsche Verbraucher setzen zunehmend auf Handelsmarken – Preise treiben den Wandel voran

Eine aktuelle Studie zeigt: Angesichts steigender Preise greifen immer mehr Kundinnen und Kunden in Deutschland zu Eigenmarken der Händler. Die Kosten bleiben das entscheidende Kriterium – sechs von zehn Verbrauchern geben an, preisbewusster einzukaufen als noch im Vorjahr. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach bekannten Markenartikeln weiter, da die Haushaltsbudgets schrumpfen.

Der Trend zu Handelsmarken ist deutlich: Mittlerweile entscheiden sich 52 Prozent der Deutschen in Supermärkten und Drogerien primär für diese Produkte – 2023 waren es noch 43 Prozent. 73 Prozent planen, auch künftig darauf zu setzen, und 13 Prozent wollen sie sogar noch häufiger kaufen.

Die zunehmende Preissensibilität ist der Hauptgrund für diese Entwicklung. Für 60 Prozent der Verbraucher hat die Erschwinglichkeit mittlerweile Vorrang vor anderen Aspekten. Zwar spielen Qualität (37 Prozent) und Nachhaltigkeit (30 Prozent) weiterhin eine Rolle, doch die finanziellen Spielräume sind ausschlaggebend. Selbst bei sinkenden Preisen würden 14 Prozent weiterhin vermehrt zu Handelsmarken greifen.

Besonders einkommensschwache Haushalte setzen stark auf die günstigeren Alternativen: Ein Drittel kauft mittlerweile fast ausschließlich Eigenmarken. Jüngere Kundschaft hingegen legt mehr Wert auf gesunde Ernährung und bewussten Konsum.

Der Wandel beschränkt sich nicht auf die Ausgaben. Die Deutschen gehen häufiger einkaufen – 55 Prozent besuchen Geschäfte mehrmals pro Woche. Diese Gewohnheit festigt die Vorliebe für bezahlbare und leicht verfügbare Produkte.

Handelsmarken sind für die meisten Verbraucher in Deutschland längst zur ersten Wahl geworden. Solange die Preise hoch bleiben, wird sich der Abschied von den klassischen Markenartikeln voraussichtlich fortsetzen. Die Daten deuten darauf hin, dass die Erschwinglichkeit auch in absehbarer Zeit der entscheidende Faktor bei Einkäufen im Lebensmittelbereich bleiben wird.