Polizei NRW schlägt mit #LIFE-Kampagne gegen Rasen und Handy am Steuer zu
Charlotte SimonPolizei NRW schlägt mit #LIFE-Kampagne gegen Rasen und Handy am Steuer zu
Polizei in Nordrhein-Westfalen startet Verkehrssicherheitskampagne #LIFE gegen schwere Unfälle
Vier Tage lang führte die Polizei in Duisburg gezielte Kontrollen durch, um gegen Rasen, Ablenkung am Steuer und gefährliches Fahrverhalten vorzugehen. Die Aktion war Teil der neuen Kampagne #LIFE, mit der die Behörden die Zahl der schweren Verkehrsunfälle im Land reduzieren wollen.
Die Maßnahme lief vom 18. bis 21. Januar. Dabei stellten die Beamten insgesamt 216 Verkehrsverstöße fest und sprachen 121 Verwarnungen aus. Allein wegen überhöhter Geschwindigkeit wurden 18 Fahrer mit Bußgeldern belegt, 46 erhielten eine Verwarnung. Besonders eklatant: Ein Audi A7 wurde auf der Krefelder Straße mit 94 km/h in einer 50er-Zone gemessen.
Ein großes Problem war Ablenkung im Straßenverkehr – 169 Mal ahndeten die Beamten Verstöße wie die Nutzung von Handys oder das Scrollen durch Apps wie TikTok. Ein 29-jähriger Autofahrer wurde zudem in der Nähe des Opernplatzes angehalten, nachdem ein Drogentest auf Marihuana positiv ausgefallen war. Er musste zur Blutentnahme auf die Wache. Der spektakulärste Vorfall ereignete sich, als ein schwarzer Mercedes-AMG G63 beschlagnahmt wurde, nachdem sich der 30-jährige Fahrer weigerte, das Fahrzeug herauszugeben. Das Auto stand im Zusammenhang mit einem früheren illegalen Straßenrennen. Im Rahmen der Aktion wurde zudem eine Strafanzeige erstattet.
Die Kampagne #LIFE führte zu Hunderten von Sanktionen – von Bußgeldern und Verwarnungen bis hin zur Fahrzeugbeschlagnahme. Die Polizei betont, dass sie die Kontrollen verschärfen wird, um rücksichtsloses Fahrverhalten zu bekämpfen und die Verkehrssicherheit in der Region nachhaltig zu verbessern.