„Pizza Connection“ kehrt zurück – doch ohne Pizza und mit neuen politischen Gesprächen
Noah Mayer„Pizza Connection“ kehrt zurück – doch ohne Pizza und mit neuen politischen Gesprächen
Die 'Pizza Connection' – ein informeller politischer Diskussionskreis – hat im neuen Legislaturperiode ihre Treffen wiederaufgenommen. Trotz des Namens gibt es bei den Zusammenkünften, die von der Grünen-Abgeordneten Claudia Müller koordiniert werden, keine Pizza zu essen. Gegründet wurde die Runde einst von Bernd Protzner, einem Skeptiker einer Annäherung zwischen Konservativen und Grünen. Die vertraulichen und vielseitigen Gespräche des Kreises führten damals jedoch nicht zu einer schwarz-grünen Koalition auf Bundesebene.
In der Vergangenheit traf sich die 'Pizza Connection' regelmäßig und zog prominente Teilnehmer wie Armin Laschet, Cem Özdemir, Jens Spahn und Omid Nouripour an. Ein grüner Politiker, der mehrfach an den Treffen teilnahm, bezeichnete sie jedoch als 'leere Wortgefechte', die inhaltlich keine Annäherung zwischen den Parteien brachten. Kulinarisch wechselte das Angebot häufig – statt Pizza gab es oft Pasta.
Das Restaurant, in dem die Runde tagte, das Ristorante Sassella – besser bekannt als 'Pizza Connection' – stand wegen der Coronavirus-Pandemie und der Verrentung der Besitzer vor der Schließung. Doch mit Marco Sassella, einem Nachfahren der ursprünglichen Inhaber, hat das Lokal nun neue Führung: Er übernahm das Restaurant, sanierte es und sicherte so den Fortbestand des Treffpunkts.
Auch in der aktuellen Legislaturperiode kommt die 'Pizza Connection' weiterhin zusammen, gelegentlich mit eingeladenen Parteispitzen. Trotz früherer Inaktivität dient der informelle Austausch weiterhin der Suche nach gemeinsamen Positionen zwischen deutschen Konservativen und Grünen. Und das namensgebende Restaurant hat wieder geöffnet – der politische Dialog hat damit weiterhin eine Heimat.