21 January 2026, 20:07

Pilotprojekt revolutioniert Polizeieinsätze im Rhein-Kreis Neuss bis Mai 2026

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund während einer Demonstration in einer Stadt.

Pilotprojekt revolutioniert Polizeieinsätze im Rhein-Kreis Neuss bis Mai 2026

Neues Pilotprojekt verändert Polizeiarbeit in vier Kommunen des Rhein-Kreises Neuss

Ein innovatives Testvorhaben reformiert derzeit die Polizeistrukturen in vier Städten des Rhein-Kreises Neuss. Das bereits in Jüchen gestartete Modell wird im kommenden Frühjahr auf Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch ausgeweitet. Ziel der Behörden ist es, die Reaktionszeiten zu verkürzen und die Präsenz der Beamten zu erhöhen – ohne die lokale Polizeiarbeit einzuschränken.

Der Versuchslauf begann am 4. November 2025 in Jüchen, wo Streifenwagen seitdem von Grevenbroich aus eingesetzt werden. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Beamten mehr Zeit im aktiven Dienst verbringen, schneller vor Ort sind und eine stärkere Straßenpräsenz zeigen. Durch den Wegfall unnötiger Fahrten können die Teams Einsätze effizienter erreichen.

Ab dem 1. März 2026 wird das System auf die übrigen Kommunen ausgeweitet: In Korschenbroich starten die Streifenwagen künftig vom Polizeiposten Kaarst, während auch die Patrouillen aus Meerbusch von dort aus operieren. Kaarst selbst dient dabei als zentraler Standort – sowohl für die eigenen als auch für die Einsätze in Korschenbroich und Meerbusch. Die örtlichen Revierteams bleiben von den Änderungen unberührt und arbeiten wie gewohnt weiter.

Die Polizei betont, dass es bei der Umstrukturierung nicht um Personalabbau gehe. Vielmehr stehe die Optimierung von Ressourcen und Einsatzzeiten im Mittelpunkt. Die Leistungsdaten werden bis zum Ende der Testphase am 31. Mai 2026 genau ausgewertet.

Entscheidend für den Erfolg des Projekts sind die Reaktionsgeschwindigkeiten und die Verfügbarkeit der Beamten. Erweist sich das Modell als wirksam, könnte es künftig die Polizeistrategie in der gesamten Region prägen. Die Erprobungsphase läuft bis Ende Mai; die Auswertung der Ergebnisse bildet die Grundlage für mögliche dauerhafte Anpassungen.