11 December 2025, 00:33

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 für bewegende **Kunstwerke** über Krieg und Kindheit

Ein Museumsplakette mit Text und Skulpturen darauf.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 für bewegende **Kunstwerke** über Krieg und Kindheit

Kosovarischer Künstler gewinnt Nasher-Preis, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Bildhauerei

Teaser: Petrit Halilaj, dessen Kunst die Unschuld der Kindheit mit den ernüchternden Realitäten des Krieges kontrastiert, ist der jüngste Preisträger der Auszeichnung.

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen und ist mit 39 Jahren dessen jüngster Empfänger. Seine Werke, geprägt von Kindheitserfahrungen während des Kosovo-Konflikts der 90er, verbinden persönliche Erinnerungen mit den übergreifenden Themen Krieg und Widerstandsfähigkeit. Das mit 100.000 US-Dollar dotierte Preisgeld wird lokale Kunstinitiativen über seine Stiftung fördern und unterstreicht damit sein Engagement für die kulturelle Wiederbelebung der Region.

Halilaj wuchs während des Krieges im Kosovo der 90er auf und verlor mit 13 Jahren sein Elternhaus, als serbische Truppen es niederbrannten. Diese prägenden Erlebnisse durchziehen sein künstlerisches Schaffen, das häufig die kindliche Unschuld den Grausamkeiten des Konflikts gegenüberstellt. Seine Zeichnungen aus dieser Zeit wurden später in der Tate St. Ives in England ausgestellt.

2014 gründete er gemeinsam mit seiner Schwester die Hajde!-Stiftung, um kulturelle Räume im Kosovo wiederzubeleben. Ein Höhepunkt ihrer Bemühungen wird 2027 die Wiedereröffnung des Hauses der Kultur in seiner Heimatstadt sein – ein Ort, der Menschen unterschiedlicher ethnischer und Minderheitenhintergründe zusammenbringen soll. Die Stiftung wird zudem die Mittel des Nasher-Preises erhalten, um ihre Arbeit auszubauen.

Zu Halilajs jüngsten Projekten zählt Syrigana, eine interdisziplinäre Oper, die im Juni 2025 in einem kosovarischen Dorf aufgeführt wurde. Bereits 2024 zeigte er auf dem Dach des Metropolitan Museum of Art in New York Bronzeskulpturen, inspiriert von Kinderkritzeleien auf Schulbänken. Seine Kunst setzt sich weiterhin mit Themen wie Erinnerung, Vertreibung und kollektiver Heilung auseinander.

Das Preisgeld des Nasher-Preises fließt über die Hajde!-Stiftung an Oda – Raum für zeitgenössische Kunst, eine in Kosovo ansässige Organisation. Halilajs künstlerisches und philanthropisches Wirken zielt darauf ab, kulturelle Räume wiederaufzubauen und den Dialog in einer noch immer von Spaltungen geprägten Region zu fördern. Seine anstehenden Projekte, darunter das für 2027 geplante Kunstzentrum, spiegeln eine langfristige Vision von Einheit durch Kreativität wider.