01 December 2025, 12:02

Orange Bank in Bergisch Gladbach mahnt zum Kampf gegen Gewalt an Frauen

Ein Foto von Orangen mit den Wörtern "Orangen" und "frisch" darunter auf einem Papier.

Orange Bank in Bergisch Gladbach mahnt zum Kampf gegen Gewalt an Frauen

In Bergisch Gladbach wurde eine dauerhafte Orange Bank enthüllt, um auf den Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Die Installation an der Buchmühlenstraße ist Teil der weltweiten UN-Kampagne Orange the World. Zur offiziellen Einweihung versammelten sich lokale Politiker:innen und Aktivist:innen und betonten die Dringlichkeit des Themas.

Die Bank entstand in Kooperation zwischen dem Allgemeinen Frauenberatungszentrum und dem städtischen Büro für Gleichstellung. Judith Klaßen, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, verwies auf die steigenden Zahlen von häuslicher Gewalt in Deutschland: Allein 2022 wurden rund 266.000 Betroffene registriert.

Bei der Zeremonie forderte die SPD-Politikerin Tülay Durdu einen Ausbau der Unterstützung für Frauenhäuser. Sie wies darauf hin, dass 2023 drei von vier schutzsuchenden Frauen aufgrund von Überbelegung abgewiesen werden mussten. Auch ihr SPD-Kollege Thomas Kutschaty, der ebenfalls anwesend war, setzt sich seit Langem für strengere Schutzmaßnahmen ein.

Magdalene Holthaus vom Frauenberatungszentrum unterstrich, dass Gewalt gegen Frauen ein tief verwurzeltes gesellschaftliches Problem bleibt. Die Bank dient als sichtbares Mahnmal für den anhaltenden Kampf und die Bedeutung gemeinschaftlichen Handelns.

Die Orange Bank bleibt als festes Symbol in Bergisch Gladbach erhalten und steht für das Engagement der Stadt gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Initiator:innen hoffen, dass sie Gespräche anregt und mehr Menschen dazu bewegt, Präventionsarbeit zu unterstützen. Das Projekt reiht sich in die weiteren UN-Ziele ein, Bewusstsein zu schaffen und Veränderung voranzutreiben.