12 February 2026, 04:01

NRW verzeichnet Rekordanteil an Professorinnen – doch die Lücken bleiben groß

Eine Säulendiagramm, das den Geschlechterunterschied in der Förderung von Geldern und Zuschüssen nach Geschlecht in 2020-2021 zeigt, mit normalisiertem Haushaltsjahr, unterteilt in Abschnitte für Gelder und Zuschüsse, jeweils mit Prozentangaben und zusätzlichen Textinformationen.

Immer mehr Frauen führen Universitäten in NRW - NRW verzeichnet Rekordanteil an Professorinnen – doch die Lücken bleiben groß

Frauenanteil unter Professorinnen in Nordrhein-Westfalen steigt kontinuierlich

In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist der Anteil von Professorinnen in den vergangenen zehn Jahren stetig gewachsen. Lag der Frauenanteil 2013 noch bei 21,8 Prozent, so stieg er bis 2023 auf 29,6 Prozent. Trotz dieser Fortschritte bestehen jedoch weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Fachbereichen und in Führungspositionen.

Mittlerweile leiten Frauen 15 der 36 Hochschulen in NRW – das entspricht einem Anteil von 41,7 Prozent der Präsidentinnen und Rektorinnen. Damit liegt das Land über dem Bundesschnitt von 35,1 Prozent. Ein deutlicher Wandel zeigt sich besonders im Vergleich zu 2013, als nur 18,9 Prozent der Hochschulleitungen in NRW mit Frauen besetzt waren.

Große Unterschiede zwischen den Fachdisziplinen

Die Vertretung von Frauen variiert stark je nach Fachrichtung. In den Erziehungswissenschaften und Sozialwissenschaften stellen sie mit 58,8 bzw. 57,1 Prozent die Mehrheit der Professorenschaften. Auch in den Geisteswissenschaften ist der Frauenanteil mit 46,3 Prozent hoch. In den Ingenieurwissenschaften hingegen liegt er bei nur 17,7 Prozent, in Mathematik und Naturwissenschaften bei 23,4 Prozent. Wirtschaftswissenschaften (25,6 Prozent) und Rechtswissenschaften (27,2 Prozent) schneiden etwas besser ab, bleiben aber deutlich hinter anderen Disziplinen zurück.

Wissenschaftsministerin betont Bedeutung von Gleichstellung

Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Ina Brandes unterstreicht die Notwendigkeit, die Leistungen von Forscherinnen stärker anzuerkennen und zu fördern. Ihr Fachwissen sei entscheidend, um die akademische Exzellenz in der Region voranzubringen.

Obwohl NRW bei der Geschlechtergerechtigkeit in Hochschulleitungen Fortschritte gemacht hat, bestehen in vielen Fachbereichen weiterhin deutliche Ungleichheiten. Besonders hoch ist der Frauenanteil in den Erziehungs- und Sozialwissenschaften, während die Ingenieur- und Naturwissenschaften nach wie vor hinterherhinken. Das Land setzt sich weiterhin für mehr Chancengleichheit in der Hochschullandschaft ein.