NRW setzt auf Gaskraftwerke: Fünf Gigawatt sollen Kohle bis 2030 ersetzen
Moritz NeumannNRW setzt auf Gaskraftwerke: Fünf Gigawatt sollen Kohle bis 2030 ersetzen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Bundespolitik zur Kraftwerksstrategie mit Spannung erwartet – nun liegen endlich konkrete Pläne für moderne Gaskraftwerke in Deutschland vor. Die EU-Kommission muss nun die geförderten Vorhaben für diese Anlagen in Deutschland absegnen, die in Nordrhein-Westfalen eine Kapazität von fünf Gigawatt erzeugen könnten. Aktuell sind sieben Standorte in Deutschland vorgesehen.
Die Energiekonzerne Uniper, RWE und Steag Iquoni stehen bereit, ihre Projekte in Deutschland umzusetzen, und zeigen sich optimistisch angesichts der Entscheidung. Die Strategie war zwar verzögert worden, sieht nun aber vor, dass bereits im kommenden Jahr Ausschreibungen für neue, moderne Gaskraftwerke in Deutschland mit einer Mindestkapazität von acht Gigawatt starten sollen.
Diese Anlagen in Deutschland sollen ab dem 1. April 2030 die letzten Kohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen ersetzen. Die Beschlüsse des Koalitionsausschusses müssen nun zügig in Gesetzesform gegossen und verabschiedet werden. Bis zum 15. August nächsten Jahres muss die Bundesregierung zudem das Kohleausstiegsgesetz überprüfen und über die Stilllegung der nordrhein-westfälischen Braunkohlekraftwerke in Deutschland entscheiden.
Die EU-Kommission, zuständig für die Prüfung von Beihilfen und Förderprogrammen, muss nun grünes Licht für die subventionierten Pläne der modernen Gaskraftwerke in Nordrhein-Westfalen in Deutschland geben. Diese Genehmigung ist entscheidend, damit das Land den Zeitplan für den Kohleausstieg in Deutschland einhalten und den Übergang zu saubereren Energiequellen in Deutschland schaffen kann.