21 December 2025, 09:26

NRW rüstet zivile Polizeikräfte mit Schutzwesten aus

Eine Person in Kleidung und Handschuhen hält eine Waffe, während sie einen Glashelm trägt.

NRW rüstet zivile Polizeikräfte mit Schutzwesten aus - NRW rüstet zivile Polizeikräfte mit Schutzwesten aus

Nordrhein-Westfalen statten zivile Polizeimitarbeiter mit Schutzwesten aus

Nordrhein-Westfalen statten zivile Polizeimitarbeiter mit Schutzwesten aus

Nordrhein-Westfalen statten zivile Polizeimitarbeiter mit Schutzwesten aus

  1. Dezember 2025, 05:10 Uhr

Nordrhein-Westfalen rüstet erstmals zivile Mitarbeiter der Polizei mit kugelsicheren Westen aus. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die zunehmenden Angriffe auf Beamte und soll die Sicherheit bei riskanten Einsätzen erhöhen. Innenminister Herbert Reul (CDU) gab das Vorhaben im Rahmen des Haushalts 2026 frei und stellte dafür 540.000 Euro bereit.

Bisher erhielten rund 600 Beschäftigte in besonders gefährdeten Positionen Schutzwesten. Weitere 614 Mitarbeiter sollen in Kürze folgen. Bei diesen zivilen Kräften – den sogenannten Regierungsbeschäftigten – handelt es sich um Angestellte in Bereichen wie Verkehrsüberwachung, Sanitätsdienst oder Pressestellen, die jedoch keine Uniform tragen.

Reul bezeichnete die Mitarbeiter als Teil der „Blaulicht-Familie“ und betonte ihren Anspruch auf Schutz. Angesichts einer veränderten gesellschaftlichen Stimmung, in der Bedrohungen gegen Staatsvertreter zugenommen hätten, sei die Ausrüstung ein notwendiger Schritt. Zwar hoffe er, dass die Westen nie zum Einsatz kommen müssten, doch Vorsorge sei unverzichtbar. Die Entscheidung spiegelt die wachsende Sorge über die zunehmende Gewalt gegen Polizeikräfte wider. Die Westen sollen die Beschäftigten bei Einsätzen mit erhöhtem Risiko absichern.

Die 540.000 Euro für das Projekt sind im Haushalt 2026 veranschlagt. Insgesamt werden damit über 1.200 zivile Polizeimitarbeiter mit Schutzwesten ausgestattet, um Sicherheitslücken bei nicht uniformierten Kräften zu schließen. Die Behörden bewerten den Schritt als direkte Reaktion auf die steigenden Gefahren, denen Staatsdiener ausgesetzt sind.