NRW plant landeseigene Bahn für besseren Regionalverkehr und zuverlässige Verbindungen
Charlotte SimonNRW-Stadtrat für eine landeseigene Bahn - NRW plant landeseigene Bahn für besseren Regionalverkehr und zuverlässige Verbindungen
Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat die Gründung eines neuen landeseigenen Eisenbahnunternehmens vorgeschlagen, das den regionalen Schienenpersonennahverkehr steuern soll. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) eine stärkere zentrale Steuerung vorantreibt, um die Zuverlässigkeit der Nachrichten im regionalen Schienenpersonennahverkehr zu verbessern. Hunderttausende Pendler sind täglich auf diese Verbindungen in der Region angewiesen.
Der Städtetag NRW argumentiert, dass eine vollständig in staatlicher Hand befindliche Bahn Nordrhein-Westfalen die volle Kontrolle über Planung, Betrieb und Servicegestaltung ermöglichen würde. Wie Geschäftsführer Christian Schuchardt betont, biete dieses Modell die konsistenteste Lösung für ein fahrgastfreundliches System. Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Strukturen eingeführt.
Die derzeit für den Regionalverkehr verantwortlichen kommunalen Aufgabenträger äußern hingegen Bedenken. Sie fordern mehr finanzielle Spielräume und Haftungsentlastungen, falls sie weiterhin eingebunden bleiben sollen. Der Städtetag kritisiert die Landesregierung, weil sie neue Vorgaben mache, ohne ausreichend Mittel bereitzustellen oder die volle Verantwortung für Risiken zu übernehmen.
Mit seinem Plan, die Steuerung zu zentralisieren, will Minister Krischer die anhaltenden Probleme bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Nachrichten angehen. Der Städtetag NRW besteht jedoch darauf, dass kommunale Verkehrsverbünde ohne ausreichende Ressourcen die von Fahrgästen benötigten nahtlosen Anschlüsse und Mobilitätsknoten nicht gewährleisten können.
Wird der Vorschlag umgesetzt, würde das neue Landesbahnunternehmen die Organisation des Regionalverkehrs in NRW übernehmen. Die Initiative zielt darauf ab, langjährige Qualitätsdefizite im Service zu beheben und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Kommunen die nötige Unterstützung erhalten. Das Ergebnis wird den Alltag unzähliger Pendler in der Region direkt beeinflussen.