03 March 2026, 05:01

NRW plant Hochtechnologie-Campus für Rüstungsforschung und Produktion

Ein blauer Kreis mit einem weißen Stern in der Mitte, umgeben von einem weißen Rand, mit der darunter geschriebenen Überschrift "Forge and Project Cyber Power" in fetter, schwarzer Schrift.

NRW plant Hochtechnologie-Campus für Rüstungsforschung und Produktion

Nordrhein-Westfalen plant Hochtechnologie-Verteidigungscampus für mehr Rüstungsforschung und -produktion

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit großen Unternehmen eine Absichtserklärung für den Bau eines innovativen Verteidigungsstandorts unterzeichnet. Das Projekt soll die Region zu einem zentralen europäischen Knotenpunkt für Verteidigungstechnologie ausbauen.

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Der neue Campus mit dem Namen Production Launch Centre Defence (PLCD) zielt darauf ab, die Lücke zwischen Forschung und Serienproduktion zu schließen. Dort sollen große Rüstungsunternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen gemeinsam an militärischen und sicherheitspolitischen Projekten arbeiten. Zwar wurden noch keine konkreten Aufträge der Bundeswehr oder der NATO bekannt gegeben, doch die Plattform ist darauf ausgelegt, zukünftige Fähigkeitsanforderungen zu erfüllen.

Mit dem Baubeginn wird im Herbst 2023 gerechnet, voraussichtlich im rheinischen Braunkohlerevier. Ein Ministeriumssprecher bestätigte die Region als bevorzugten Standort. Die Landesregierung sieht darin eine Chance, Arbeitsplätze zu schaffen, die lokale Wirtschaft zu stärken und gleichzeitig Europas Aufrüstungsbemühungen zu unterstützen.

Neubauers Initiative steht im Kontext wachsender Sicherheitsbedenken seit Russlands Angriff auf die Ukraine. Der Campus soll auch kleineren Unternehmen den Zugang zu etablierten Playern wie Rheinmetall, Mubea und Lockheed Martin erleichtern. Ziel ist es, Innovationen zu beschleunigen und die Lieferung von Verteidigungstechnologien zu verkürzen.

Das Vorhaben unterstreicht den strategischen Kurs Nordrhein-Westfalens, seine Rolle in der europäischen Sicherheitsarchitektur auszubauen. Durch die Vernetzung von Forschung, Industrie und Start-ups will das Land sowohl die militärische Einsatzbereitschaft als auch das Wirtschaftswachstum fördern. Die erste Bauphase soll noch in diesem Jahr starten.