NRW-Minister Krischer fordert faire Finanzierung für 500-Milliarden-Sondervermögen der Infrastruktur
Charlotte SimonNRW-Minister Krischer fordert faire Finanzierung für 500-Milliarden-Sondervermögen der Infrastruktur
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer begrüßt Bundespläne für 500-Milliarden-Sondervermögen zur Infrastrukturmodernisierung
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer hat den Vorschlag der Bundesregierung für ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen zur Aufwertung der deutschen Infrastruktur als wichtigen Ausgangspunkt bezeichnet. Gleichzeitig betonte er, dass eine gerechte und nachhaltige Finanzierung entscheidend sei.
Krischer verwies auf den dringenden Investitionsbedarf bei Straßen, Brücken und Schienen. Allein Nordrhein-Westfalen verwaltet über 7.000 Landesbrücken, 15.000 Kilometer Bundes- und Landesstraßen sowie das dichteste Schienennetz Deutschlands. Der Minister lobte die neue Regierung dafür, die langjährigen Sanierungsrückstände endlich anzuerkennen.
Um eine langfristige Finanzierung zu sichern, schlug Krischer vor, verkehrsbezogene Einnahmen wie die Lkw-Maut zu nutzen – statt neue Schulden aufzunehmen. Zudem forderte er ein System, das jährliche Haushaltsunsicherheiten vermeidet, die immer wieder zu Verzögerungen bei dringenden Projekten führen.
Der Minister erwartet von Finanzminister Friedrich Merz, dass die Mittel bedarfsgerecht verteilt werden, mit Priorität für die am stärksten belasteten Regionen. Ein stabiles, ertragsgestütztes Modell, so Krischer, würde die chronischen Stop-and-go-Probleme beenden, unter denen Infrastrukturprojekte seit Jahren leiden.
Das 500-Milliarden-Sondervermögen soll den Investitionsstau in Deutschland abbauen – dabei kommt Nordrhein-Westfalen eine Schlüsselrolle zu. Krischers Vorschläge setzen auf verkehrsgenerierte Einnahmen und langfristige Planung, um nachhaltige Verbesserungen zu sichern. Der Erfolg des Vorhabens hängt jedoch von einer gerechten Verteilung und zukunftsfesten Finanzierung ab.






