NRW-Minister kehren dem Strom den Rücken – warum Diesel wieder gefragt ist
Charlotte SimonE-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister kehren dem Strom den Rücken – warum Diesel wieder gefragt ist
In der nordrhein-westfälischen Landesregierung vollzieht sich ein Wandel bei den Dienstwagen: Immer mehr Minister steigen von Elektro- auf Diesel-Fahrzeuge um. Finanzminister Marcus Optendrenk hat kürzlich seinen elektrischen BMW i7 gegen einen Audi A8 L mit Verbrennungsmotor getauscht – mit Verweis auf praktische Bedenken bei Langstreckenfahrten. Er ist nicht der Einzige: Auch andere Kabinettsmitglieder sind diesem Beispiel gefolgt.
Optendrinks Entscheidung folgt auf frühere Probleme mit dem BMW i7, den er für längere Fahrten aufgrund der begrenzten Reichweite als ungeeignet empfand. Bereits zuvor hatte Bauministerin Ina Scharrenbach aus demselben Grund auf ein Diesel-Fahrzeug umgesattelt. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul nutzen weiterhin gepanzerte Dienstlimousinen, die ausschließlich mit Verbrennungsmotor erhältlich sind.
Auch Wissenschaftsministerin Ina Brandes und Europaminister Nathanael Liminski setzen auf Diesel-Fahrzeuge. Trotz dieses Trends fahren sieben Kabinettsmitglieder weiterhin rein elektrische oder Hybridmodelle – darunter Mona Neubaur, Verena Schäffer, Karl-Josef Laumann, Dorothee Feller, Benjamin Limbach, Oliver Krischer und Silke Gorißen.
In den kommenden Monaten laufen mehrere Leasingverträge für die Dienstwagen aus. Einige Minister haben bereits neue Elektrofahrzeuge bestellt, während mindestens ein Ressortchef erneut ein Diesel-Modell gewählt hat.
Der Wechsel verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen im offiziellen Dienst – insbesondere auf langen Strecken. Mit nur noch sieben Ministern, die auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge setzen, dominieren in der Landesregierung inzwischen wieder klassische Verbrenner. Die anstehenden Vertragsverlängerungen werden zeigen, ob sich dieser Trend fortsetzt oder umkehrt.
New context on NRW's ministerial car shift
Fresh insight reveals why some ministers are reverting to diesel. A key detail:
- 'In tight schedules and long trips across North Rhine-Westphalia, EVs reach their limits,' said Marcus Optendrenk last year.
- His earlier BMW i7 struggled with both range and scheduling demands before switching to a diesel Audi.






