NRW bremst beim Ausbau der Wasserkraft – nur ein neues Kraftwerk 2025
Charlotte SimonVerband kritisiert Stillstand bei Wasserstrom-Ausbau in NRW - NRW bremst beim Ausbau der Wasserkraft – nur ein neues Kraftwerk 2025
In Nordrhein-Westfalen (NRW) gab es 2025 so gut wie keinen Ausbau der Wasserkraft. Lediglich ein kleines Wasserkraftwerk in Düren nahm den Betrieb auf – mit minimaler Energieerzeugung. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) bestätigte nun einen nahezu vollständigen Stillstand bei der Entwicklung neuer Wasserkraftwerke im Land.
Ende 2025 verfügte NRW über 517 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt. Zum Vergleich: Allein das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 erzeugt rund 1.100 Megawatt. Während in ganz Deutschland zwischen 2021 und 2025 etwa 250 kleine Wasserkraftwerke (unter 1 MW Leistung) hinzukamen, steuerte NRW im Jahr 2025 lediglich eine einzige bei.
LEE-NRW-Vorsitzender Hans-Josef Vogel kritisierte die Stockung scharf: Sie stehe im Widerspruch zu den Klimaschutz- und Energiezielen des Landes. Zudem warnte er, dass die fehlende Entwicklung wirtschaftlich nicht tragbar sei. Obwohl an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre potenzielle Standorte verfügbar seien, kämpften Betreiber mit langen Genehmigungsverfahren – obwohl Wasserkraft als ökologisch sinnvoll gilt.
Zudem äußerte der Verband Bedenken gegenüber einem Entwurf der NRW-Wasserstrategie. Der Plan sieht vor, den Rückbau von Flussbarrieren zu beschleunigen, was die Möglichkeiten für den Ausbau der Wasserkraft weiter einschränken könnte.
Die Kapazität der Wasserkraft in NRW stagniert bei unter 191 Megawatt. Mit nur einer neuen Anlage im Jahr 2025 hinkt das Land Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg hinterher. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen und Genehmigungshürden blockieren weiterhin die Entwicklung – und gefährden so die Klimaschutz- und Energieziele des Landes.






