03 April 2026, 12:04

NRW bittet Bürger um Wolfskot-Fotos für bessere Artenerfassung

Ein Buchumschlag mit Illustrationen von Wildtieren wie einem Reh und Kaninchen, mit sichtbarem Text auf dem Papier.

Staatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - NRW bittet Bürger um Wolfskot-Fotos für bessere Artenerfassung

Behörden in Nordrhein-Westfalen bitten Bevölkerung um Mithilfe bei der Wolfserfassung – mit Fotos von Losung

Die Umweltbehörden in Nordrhein-Westfalen rufen die Bevölkerung auf, bei der Erfassung von Wölfen mitzuhelfen, indem sie Fotos von verdächtigen Kotspuren einreichen. Die Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) mit Sitz in Düsseldorf hat die Initiative gestartet, um Daten über die Wolfspopulationen im Bundesland zu sammeln. Anwohner, Wanderer und Jäger sind aufgefordert, sich zu beteiligen, indem sie Bilder von mutmaßlichem Wolfskot über eine Online-Plattform hochladen.

Die Behörde erklärt, wie man Wolfslosung erkennt: Typischerweise ist sie mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter breit. Oft enthält sie sichtbare Haare, Knochenstücke oder Überreste von Beutetieren. Da Wölfe ihren Kot nutzen, um Reviere zu markieren, bietet er Forschern wertvolle Hinweise auf ihre Anwesenheit.

Die Fotos können über das Wolfsportal der LANUV eingereicht werden, wo Fachleute sie begutachten. Erfüllt das Bild die Kriterien, entnimmt ein Mitarbeiter der Behörde eine Probe für eine DNA-Analyse. Die Ergebnisse helfen dabei, festzustellen, ob der Kot von einem bereits bekannten Wolf oder einem neuen Individuum stammt.

Die DNA-Untersuchungen beschränken sich nicht auf Losung. Auch Speichelproben von Tieren, die möglicherweise von Wölfen gerissen wurden, werden analysiert. Dieser zweigliedrige Ansatz stärkt die Überwachung der Wolfswanderungen in der Region.

Offizielle Aufzeichnungen aus den Jahren 2023 bis 2025 bestätigen mindestens ein etabliertes Wolfsrudel – das Leuscheider Rudel – im Westerwald, der sich über Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erstreckt. Bundesweit zählt Deutschland für 2024/2025 insgesamt 219 Rudel, 43 Paare und 14 Einzelwölfe, wobei große Teile NRWs weiterhin wolfsfrei sind. Die neue Initiative soll Lücken in den lokalen Daten schließen, indem sie Menschen einbindet, die sich häufig in der Natur aufhalten.

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Die Beteiligung der Bevölkerung könnte genauere Erkenntnisse über die Verbreitung der Wölfe in Nordrhein-Westfalen liefern. Die DNA-Analysen von Kot- und Speichelproben helfen dabei, das Vorhandensein neuer oder bereits bekannter Wölfe zu bestätigen. Die Ergebnisse fließen in die laufenden Bemühungen ein, die Art in der Region zu überwachen und zu managen.

Quelle