12 March 2026, 06:02

Nitrat im Grundwasser bleibt trotz Düngeregeln ein Problem – Agroforstwirtschaft als Hoffnungsträger

Ein Metallgießer steht auf einem grünen Feld mit Pflanzen, Gras und Bäumen, mit Strommasten, einem Schild, Fahrzeugen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Nitrat im Grundwasser bleibt trotz Düngeregeln ein Problem – Agroforstwirtschaft als Hoffnungsträger

Nitratbelastung im Grundwasser bleibt ein hartnäckiges Problem – trotz strengerer Düngeregeln

Tests zeigen, dass jeder sechste private Brunnen den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter überschreitet, in manchen Fällen wurden sogar Werte bis zu 162 mg/l gemessen. Nun setzen sich Fachleute für Agroforstwirtschaft als Lösung ein, um die Verschmutzung zu verringern, ohne die Ernteerträge zu beeinträchtigen.

Seit über 40 Jahren kämpft der VSR-Gewässerschutz für saubereres Wasser. Die Organisation analysiert Brunnenproben und überwacht die Nitratwerte in Flüssen und Bächen. Die Ergebnisse zeigen jedoch kaum Fortschritte – selbst nach Verschärfung der Düngemittelvorschriften.

In Mönchengladbach bestehen 77 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen aus offenen Feldern ohne Bäume. Tiefwurzelnde Bäume können Nitrat jedoch aufnehmen, bevor es ins Grundwasser gelangt. Agroforstwirtschaft – die Kombination von Ackerbau mit Baumkulturen – bietet eine Möglichkeit, die Belastung zu senken und gleichzeitig stabile Erträge zu sichern.

Ein Bündnis aus Landwirtschaftsberatern drängt Deutschland nun zur Einführung solcher Systeme. Sie argumentieren, dass Agroforstwirtschaft nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch die Artenvielfalt fördert und im Kampf gegen den Klimawandel hilft. Der VSR-Gewässerschutz hat die Bundesregierung aufgefordert, den Ansatz als Teil einer nachhaltigen Agrarpolitik zu unterstützen.

Der Vorstoß für Agroforstwirtschaft kommt zu einer Zeit, in der die bisherigen Maßnahmen die Nitratwerte nicht wirksam senken konnten. Da private Brunnen weiterhin hohe Belastungen aufweisen, sehen Experten Baum-Feld-Systeme als praktikable Lösung. Sollte die politische Unterstützung wachsen, könnte die Methode bald eine größere Rolle in der deutschen Landwirtschaft spielen.

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