22 January 2026, 02:04

Niederkrüchten beantragt Tempo-Limit auf lauter Hauptstraße – ein Novum für NRW

Eine Straßenszene mit Autos, einem Tempolimit-Schild, Strommasten, Gebäuden mit Fenstern und Geländern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Niederkrüchten beantragt Tempo-Limit auf lauter Hauptstraße – ein Novum für NRW

Niederkrüchten hat offiziell die Einführung einer neuen Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem stark befahrenen Abschnitt der Hauptstraße beantragt. Betroffen ist ein 300 Meter langes Teilstück zwischen der Heinrichsstraße und der Adam-Houx-Straße, wo Anwohner seit Langem für eine Verlangsamung des Verkehrs auf der Straße plädieren. Die Behörden prüfen den Antrag nun unter Berücksichtigung von Lärmbelastung und Sicherheitsbewertungen.

Die Gemeinde reichte ihren Antrag beim Kreis Viersen ein und stützte sich dabei auf Daten zu Lärmbelästigung sowie akustische Gutachten. Anders als bei herkömmlichen Temporeduzierungen muss hier keine unmittelbare Gefahr durch Fußgängerüberwege nachgewiesen werden. Vielmehr steht die Verringerung der Verkehrsbelastung in einem Wohngebiet im Mittelpunkt.

Die Hauptstraße ist als Landesstraße (L 372) ausgewiesen und wird von Straßen.NRW verwaltet. Sollte der Antrag genehmigt werden, würde die neue Begrenzung nur für den genannten Abschnitt gelten – unklar ist jedoch noch, welche Behörde für die Umsetzung und Überwachung zuständig sein wird. Lokale Quellen haben bisher nicht bestätigt, welche Institution die Maßnahme umsetzen wird. Parallel zum Tempoantrag plant Niederkrüchten die Anlage eines gemeinsamen Geh- und Radwegs an der benachbarten Mönchengladbacher Straße. Anwohner fordern explizit eine Begrenzung auf 30 km/h, da dies die Sicherheit erhöhe und Störungen verringere.

Die Entscheidung über den Antrag wird zeigen, ob auf dem 300-Meter-Abschnitt künftig langsamer gefahren wird. Bei einer Genehmigung wäre dies ein Novum, da die Anpassung der Verkehrsregeln hier primär auf Lärmbelastung und nicht auf klassische Gefahrenanalysen basiert. Zudem würde das Projekt des gemeinsamen Wegs an der Mönchengladbacher Straße als Teil umfassender Bemühungen zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur voranschreiten.