Neusser Restaurant führt Stornogebühr für soziale Zwecke ein
Ein Restaurant in Neuss geht mit einer neuen Idee gegen das Problem ausgebliebener Reservierungen vor. Der Drusushof, betrieben von Alexander Bliersbach, erhebt künftig eine Gebühr von fünf Euro pro nicht besetzter Platz, wenn Gäste ohne Absage fernbleiben. Die eingenommenen Gelder fließen an eine lokale Initiative, die Familien in Krisensituationen unterstützt.
Die Regelung gilt ausschließlich für Gäste, die ihre Reservierung nicht rechtzeitig stornieren. Bliersbach entwickelte die Maßnahme gemeinsam mit Stammkunden, deren Rückmeldungen überwiegend positiv ausfielen. Er hofft, dass die Gebühr nicht nur die Zahl der "No-Shows" verringert, sondern auch die Aufmerksamkeit für die Schmetterlings-Initiative erhöht.
Die Schmetterlings-Initiative (Butterfly Initiative) steht Familien mit schwer erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Seite – sowohl in Trauerfällen als auch in akuten Notlagen. Sie bietet praktische Hilfe und emotionale Begleitung in schwierigen Phasen. Zwar ist unklar, wie viele Haushalte in Neuss derzeit konkret unterstützt werden, doch die Organisation bleibt eine unverzichtbare Anlaufstelle für Betroffene.
Sämtliche Einnahmen aus den Ausfallgebühren kommen direkt der Initiative zugute. Bliersbach ist überzeugt, dass die Regelung zu verantwortungsvollerem Buchungsverhalten anregt und gleichzeitig einem guten Zweck dient.
Die fünf Euro pro ungenutztem Platz sollen nicht nur leere Tische reduzieren, sondern auch eine kontinuierliche Finanzierungsquelle für die Schmetterlings-Initiative schaffen. Gäste, die ihre Absage fristgerecht mitteilen, bleiben von der Gebühr verschont. Der Schritt spiegelt einen wachsenden Trend wider, bei dem Unternehmen mit kleinen Sanktionen gemeinnützige Projekte in der Region fördern.






