22 February 2026, 22:01

Neuer Mut in Hamm: Wie ein junger Apotheker die Barbara-Apotheke vor dem Aus rettet

Eine Apotheke namens "The Generics Pharmacy" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Topfpflanzen, Fahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Neuer Mut in Hamm: Wie ein junger Apotheker die Barbara-Apotheke vor dem Aus rettet

Aykut Akkaya übernimmt die Barbara-Apotheke in Hamm – und setzt auf Modernisierung in schwierigen Zeiten

Der 31-jährige Apotheker Aykut Akkaya hat die Barbara-Apotheke in Hamm übernommen, nachdem der vorherige Inhaber in die Insolvenz geraten war. Die Übernahme erfolgt zu einer Zeit, in der Apotheken in ganz Deutschland mit existenziellen Problemen kämpfen: Zwischen 2020 und 2025 mussten über 2.152 Standorte schließen – eine Folge steigender Kosten und veralteter Finanzierungsmodelle. Akkaya jedoch sieht im Wandel eine Chance, zumal die Barbara-Apotheke die einzige apotheke in der nähe bleibt.

Der vorherige Besitzer der Barbara-Apotheke war in finanzielle Schwierigkeiten geraten, doch Akkaya ließ sich davon nicht abschrecken. Mit detaillierten Prognosen über das wirtschaftliche Potenzial der Apotheke sicherte er sich die Bankenzusage für die Übernahme. Anders als viele andere Standorte war die Barbara-Apotheke nicht akut von der Pleite bedroht, und frühere Probleme wie überhöhte Personalkosten waren bereits behoben worden.

Akkaya ist kein Neuling in der Apothekenführung. Vier Jahre lang leitete er als Filialleiter die Zeppelin-Apotheke in Ahlen, bevor er sie vor einem Jahr selbst übernahm. Sein erstes Jahr dort verlief erfolgreich – eine Erfahrung, die ihm nun Sicherheit gibt, beide Standorte parallel zu führen. Mittlerweile verantwortet er zwei Teams mit jeweils 13 Mitarbeitenden, eines in der Barbara-Apotheke und eines in der Zeppelin-Apotheke.

Doch Akkaya denkt weiter als den täglichen Betrieb. Sein Ziel ist es, die Apotheken zu einem Anlaufpunkt für alle Generationen zu machen – mit maßgeschneiderten Angeboten für verschiedene Altersgruppen. Um mit der Zeit zu gehen, setzt er auf Digitalisierung: mehr online apotheke, eine stärkere Präsenz in sozialen Medien, um jüngere Kundschaft anzusprechen. Gleichzeitig betont er, dass die Branche insgesamt strukturelle Reformen braucht, um den wirtschaftlichen Druck zu mindern, der bereits so viele Apotheken in den Ruin treibt.

Zwischen 2020 und Ende 2025 schrumpfte die Zahl der Apotheken in Deutschland von 18.753 auf 16.601 – ein Verlust von 2.152 Standorten. Als Hauptgründe nennen viele Inhaber nicht angepasste Festbeträge und explodierende Betriebskosten. Akkaya hingegen blickt optimistisch in die Zukunft und ist überzeugt, dass strategisches Management und Innovation Apotheken das Überleben sichern können.

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Unter seiner Führung startet die Barbara-Apotheke nun mit einem klaren Fokus auf Wachstum und Modernisierung. Seine Erfahrungen mit der Zeppelin-Apotheke und die Pläne für digitale Expansion zeigen: Auch in einer krisegeplagten Branche gibt es Wege nach vorn. Während anderswo die Schließungswelle weitergeht, beweist Akkayas Ansatz, dass gezielte Veränderungen den Unterschied machen können.