Neue Ministerin in NRW: Verena Schäffer übernimmt nach Pauls Rücktritt
Noah MayerNeue Ministerin in NRW: Verena Schäffer übernimmt nach Pauls Rücktritt
Verena Schäffer ist zur neuen Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen ernannt worden. Sie folgt auf Josefine Paul, die nach wochenlanger Kritik an ihrem Umgang mit einem Messerangriff in Solingen zurückgetreten war. Der Wechsel trat am 28. Januar 2026 in Kraft, einen Tag nach ihrer Ernennung durch Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Josefine Paul gab ihr Amt unter wachsendem Druck wegen ihrer Reaktion auf den Solinger Angriff und der anschließenden parlamentarischen Untersuchung auf. Ihr anfängliches Schweigen und Kommunikationspannen ließen viele an ihrer Fähigkeit zweifeln, die Krise zu bewältigen. Obwohl sie betonte, persönlich keine Schuld zu tragen, akzeptierte die Partei Bündnis 90/Die Grünen schließlich, dass ihre Position nicht mehr haltbar war.
Der Rücktritt vollzog sich zügig, wobei Wüst für einen geordneten Übergang sorgte. Pauls Abgang galt als notwendig und überfällig, da von Ministern erwartet wird, die Verantwortung für Versäumnisse in ihren Ressorts zu übernehmen. Ihr Rückzug ermöglicht es dem Untersuchungsausschuss nun, sich wieder auf die zentralen Fragen rund um den Angriff zu konzentrieren.
Oppositionsparteien äußerten Zweifel, ob die Grünen ihre Koalition mit Wüsts CDU nach diesem Rückschlag fortsetzen werden. Die Bilanz der Regierung ist durch Pauls Rücktritt belastet, doch Wüsts schnelles Handeln sollte weitere Verwerfungen begrenzen.
Verena Schäffer trat ihr Amt offiziell am 28. Januar 2026 an und übernimmt eine Position mit erheblichen Herausforderungen. Der Führungswechsel folgt auf eine Phase politischer Spannungen; die Aufarbeitung des Solinger Angriffs kann nun ohne den Schatten von Pauls Rücktritt fortgesetzt werden. Die Grünen und die CDU müssen nun die Folgen dieses prominenten Abgangs bewältigen.