05 November 2025, 06:03

Neubau der Hauptschule Ibbenbüren: €23M Investition bis 2030

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, ein Mädchen spricht in ein Mikrofon auf einem Ständer; dahinter ist eine Umzäunung mit einem Schopf, der mit Ballons geschmückt ist.

Neubau der Hauptschule Ibbenbüren: €23M Investition bis 2030

Die Hauptschule in Ibbenbüren steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Ein Neubau für rund 23 Millionen Euro soll bis 2030 fertiggestellt werden. Mit Ausnahme einer Partei unterstützen alle politischen Kräfte der Stadt das Projekt, das die Situation der Schule verbessern soll. Gleichzeitig erhielt die Schule zwar ein Qualitätssiegel, räumt aber ein, dass es bei der Störungsprävention und der Differenzierung im Unterricht noch Verbesserungsbedarf gibt. Der Neubau entsteht durch die Zusammenlegung zweier Teilstandorte, an denen derzeit verschiedene Jahrgangsstufen der Schule untergebracht sind. Eltern wünschen sich längeres gemeinsames Lernen und die Möglichkeit, dass auch leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler an der Schule ihr Abitur ablegen können. Ambitionierte Eltern bevorzugen es jedoch oft, ihre Kinder auf eines der beiden Ibbenbürener Gymnasien zu schicken. Eine tatsächliche Erweiterung der Gesamtschule wäre nur realistisch, wenn eines der Gymnasien geschlossen würde. An beiden Standorten lernen viele Kinder mit Fluchthintergrund, Quereinsteiger sowie Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf – ein Grund, warum die Schule ihren Status als "inklusive Lernschule" behalten kann. Viele systemische Probleme ließen sich lösen, wenn mehr Ressourcen in inklusives Lernen statt in die Aufteilung der Schüler auf verschiedene Schulformen fließen würden. Trotz dieser Herausforderungen wurden für das Schuljahr 2025/2026 lediglich fünf Kinder an der Hauptschule angemeldet; sieben Nachmeldungen aus der aktuellen fünften Klasse werden erwartet. Der Neubau der Ibbenbürener Hauptschule, der von der Mehrheit der politischen Parteien getragen wird, soll die schulischen Bedingungen verbessern. Die Zusammenlegung der Standorte und der Wunsch nach längerem gemeinsamen Lernen bieten Wachstumschancen. Doch die Zukunft der Schule hängt davon ab, wie sie ihre Schwächen bei der Störungsbewältigung und Differenzierung angeht – und ob Lösungen für die begrenzten Expansionsmöglichkeiten der Gesamtschule gefunden werden.