National Express rettet NRW-RRX-Netz mit Millionenpaket und Vertragsreformen
Noah MayerNational Express rettet NRW-RRX-Netz mit Millionenpaket und Vertragsreformen
National Express sichert Rettungspaket für NRW-RRX-Netz nach monatelanger Unsicherheit
Der Betreiber National Express, verantwortlich für das RRX-Netz in Nordrhein-Westfalen, hat nach monatelanger Ungewissheit eine finanzielle Rettungsvereinbarung erzielt. Das Abkommen sieht zusätzliche Mittel und Vertragsanpassungen vor, um den Betrieb zu stabilisieren und weitere Störungen zu vermeiden.
Die Vereinbarung verlängert die Verträge für rentable RRX-Linien bis 2035, während zwei defizitäre Strecken früher eingestellt werden. Die verlustreichen Verbindungen RE7 und RB48 enden nun bereits 2027 statt wie ursprünglich geplant 2030. Über die Zukunft dieser Linien entscheidet ab diesem Zeitpunkt die DB Regio AG.
National Express muss künftig keine automatischen Strafzahlungen mehr für Verspätungen leisten, die auf Infrastrukturprobleme zurückgehen. Diese Änderung folgt wiederholten Klagen über ungerechte Sanktionen für Probleme, die außerhalb des Einflussbereichs des Betreibers lagen. Zudem fließen 200 Millionen Euro von den Verkehrsbehörden, darunter dem VRR, in das Paket ein; weitere 200 Millionen stellt die Muttergesellschaft von National Express bereit.
Frank Heidenreich (CDU) kritisierte zwar frühere Fehlsteuerungen, bezeichnete die Einigung aber als bestmögliche Lösung. Er verwies auf den harten Wettbewerb, steigende Energiekosten und Personalmangel als zentrale Herausforderungen der Branche. National Express ist nicht der erste NRW-Betreiber in Schwierigkeiten: Abellio meldete Anfang 2022 Insolvenz an, und im selben Jahr übernahm die NWL die angeschlagene Eurobahn.
Die neuen Konditionen sollen Streiks wie jene verhindern, die im vergangenen Sommer zu massiven Beeinträchtigungen führten. Durch die Entlastung der Finanzsituation hoffen die Verantwortlichen auf eine höhere Zuverlässigkeit und einen reibungsloseren Bahnbetrieb.
Das Rettungspaket gibt National Express eine klarere finanzielle Perspektive und sichert gleichzeitig wichtige Strecken. Mit verlängerten Verträgen für profitable Linien und reduzierten Strafzahlungen kann sich der Betreiber nun auf die Verbesserung der Dienstleistungen konzentrieren. Zugleich setzt die Vereinbarung ein Zeichen für den Umgang mit angeschlagenen Verkehrsunternehmen in der Region.