07 November 2025, 10:02

Mut, der überlebt: Wie ein Polizist nach dem Ratinger Brandanschlag zurückkehrte

Eine Person klettert an einer Wand hoch, neben ihr befindet sich ein Feuerlöscher.

Mut, der überlebt: Wie ein Polizist nach dem Ratinger Brandanschlag zurückkehrte

Vor zweieinhalb Jahren erschütterte ein grausamer Vorfall in Ratingen die Öffentlichkeit: Neun Einsatzkräfte wurden bei einem Angriff schwer verletzt. Trotz der Schwere ihrer Verletzungen hat es ein Polizist geschafft, in den Dienst zurückzukehren. Der Täter, Frank P., wurde für seine brutale Tat zu lebenslanger Haft verurteilt. Diese Woche erhalten die Überlebenden aus den Händen von Ministerpräsident Hendrik Wüst das Landesrettungsehrenzeichen. Der Angreifer, ein Brandstifter namens Frank P., hatte die Einsatzkräfte mit Benzin und einem Gas-Luft-Gemisch in Brand gesetzt. Acht der neun Opfer trugen bleibende Schäden davon – nicht alle konnten in ihren Beruf zurückkehren. Unter ihnen war ein 25-jähriger Polizist, der zwei Monate im Koma lag, sich jedoch mittlerweile wieder im Dienst befindet und damit beeindruckende Widerstandskraft bewiesen hat. Der Vorfall ereignete sich, als die Rettungskräfte zu einer Wohnung gerufen wurden, in der Frank P. wochenlang mit der Leiche seiner Mutter gelebt hatte. Sein tief verwurzelter Hass auf den Staat trieb ihn zu der Tat, die in fünf versuchten Mordfällen resultierte. Trotz des schrecklichen Geschehens retteten sich die Einsatzkräfte gegenseitig das Leben – eine Tat, für die sie 2025 mit der Lebensrettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet werden. Diese Woche überreicht Ministerpräsident Hendrik Wüst in Gelsenkirchen den Überlebenden das Landesrettungsehrenzeichen. Ihr Mut und ihr Pflichtbewusstsein, selbst angesichts eines solchen Grauens, sind Vorbild für alle. Zwar konnten nicht alle Opfer in ihren Beruf zurückkehren, doch die Rückkehr des 25-jährigen Polizisten in den Dienst steht symbolisch für ihren ungebrochenen Lebenswillen.