Mönchengladbach plant autofreien Campus-Boulevard für 6,9 Millionen Euro
Charlotte SimonMönchengladbach plant autofreien Campus-Boulevard für 6,9 Millionen Euro
Ein 400 Meter langer Abschnitt der Webschulstraße in Mönchengladbach könnte bald zu einer lebendigen, fußgängerfreundlichen Flaniermeile werden. Der geplante "Campus-Boulevard" soll die Universität mit dem Wissens- und Innovationscampus verbinden und gleichzeitig den Autoverkehr reduzieren. Über das 6,9-Millionen-Euro-Projekt stimmen die Stadträte am 15. Mai ab.
Im Mittelpunkt der Neugestaltung steht die Schaffung eines einladenden Raums für Studierende, Forscher und Besucher. Autos rücken in den Hintergrund: Das Gebiet wird zur verkehrsberuhigten Zone mit breiten Wegen, Grünflächen und flexiblen Veranstaltungsbereichen umgestaltet. Herzstück wird der Platz vor dem historischen Backsteingebäude der Textil- und Bekleidungstechnik sein.
Die Parkplätze werden umorganisiert, wobei die Gesamtzahl von 151 auf 137 reduziert wird; ein zusätzlicher Stellplatz bleibt Anwohnern vorbehalten. Die Kosten von 6,9 Millionen Euro werden größtenteils durch den Förderfonds "Stärkung von Bergbauregionen im Wandel" gedeckt, der 97,5 Prozent der Ausgaben übernimmt.
Bei einer Zustimmung könnten die Bauarbeiten 2027 beginnen und bis 2029 abgeschlossen sein. Ziel ist es, die Lücke zwischen Universität und Innovationscampus zu schließen und das Viertel zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt zu machen.
Die Entscheidung des Stadtrats am 15. Mai wird darüber entscheiden, ob der Campus-Boulevard Realität wird. Bei grünem Licht entsteht aus der Webschulstraße eine fußgängerorientierte Zone mit besseren Verbindungen zwischen akademischen und Forschungseinrichtungen. Der Baubeginn wäre dann in zwei Jahren, die Fertigstellung ist für 2029 geplant.






