08 March 2026, 00:01

Miss Germany 2023: Streamerin Rose Mondy gewinnt mit Engagement statt Schönheitsidealen

Eine Frau in einem weißen Kleid steht auf einer Bühne, strahlt selbstbewusst und trägt ein 'Miss Teen USA'-Band.

Streamer Rose Mondy ist 'Miss Germany' - Miss Germany 2023: Streamerin Rose Mondy gewinnt mit Engagement statt Schönheitsidealen

Miss-Germany-Wettbewerb krönt neue Siegerin – und setzt auf Professionalität statt Schönheitsideale

In diesem Jahr hat der Miss-Germany-Wettbewerb eine neue Siegerin gekürt – und damit einen Wandel gefeiert, wie das Event Frauen würdigt. Die 26-jährige Twitch-Streamerin Rose Mondy aus Herne gewann den Titel nach einem überarbeiteten Auswahlverfahren, das berufliche Erfolge und gesellschaftliches Engagement in den Mittelpunkt stellte – statt klassischer Schönheitskriterien. Die unter neuer Führung stehende Veranstaltung strich die Bikini-Runde und setzte stattdessen auf Kategorien wie Einsatzbereitschaft, Intelligenz und Persönlichkeit.

Mit rund 2.600 Bewerberinnen zog der diesjährige Wettbewerb so viele Teilnehmerinnen wie nie an. Neun Finalistinnen traten schließlich in drei neu geschaffenen Kategorien gegeneinander an. Die Organisatorin Katharina Krüger hatte den Wettbewerb umgestaltet, um veraltete Schönheitsideale hinter sich zu lassen. Stattdessen mussten die Kandidatinnen nun berufliche Leistungen oder gesellschaftliches Engagement vorweisen.

Rose Mondy setzte sich als Siegerin in der Kategorie Female Mover durch, die Frauen auszeichnet, die in männlich dominierten Bereichen herausragen. Die Streamerin überträgt auf Twitch Spiele wie Minecraft und Fortnite – und spricht offen über ihre Sprachschwierigkeiten sowie den Rassismus, dem sie als Tochter syrischer Eltern in Deutschland ausgesetzt war. Ihre Plattform ist längst zu einem Ort des Engagements und der Vernetzung geworden.

Neben Mondy erreichten zwei weitere Frauen das Podest: die 31-jährige Biologin Amelie Reigl aus Würzburg, die in Labors menschliche Haut züchtet, um Tierversuche zu reduzieren, sowie die 36-jährige Anne Bäumler aus Assenheim, die in einer Drogeriemarktkette über 800 Mitarbeiter führt. Zu den Finalistinnen zählten außerdem die 27-jährige Modedesignerin Büsra Sayed, die mit ihren Entwürfen kopftuchtragende Frauen sichtbarer macht, und die 28-jährige Unternehmerin Amina Ben Bouzid aus Wiesbaden, die frauengeführte Marken beim Wachstum unterstützt.

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Der Miss-Germany-Wettbewerb 2023 spiegelt einen größeren gesellschaftlichen Wandel wider: Wie Frauen und ihre Leistungen anerkannt werden. Indem berufliche und soziale Beiträge über das Äußere gestellt wurden, setzte die Veranstaltung ein Zeichen für künftige Ausrichtungen. Rose Mondys Sieg als Streamerin und Aktivistin unterstreicht, wie wichtig Repräsentation und Vielfalt auf öffentlichen Plattformen geworden sind.

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