Migrationsberatung in der Krise: Erfolgreiche Integration trotz leerer Kassen
Noah MayerMigrationsberatung in der Krise: Erfolgreiche Integration trotz leerer Kassen
Bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung: Erfolgreiche Integration trotz wachsender Finanznot
Am 1. Oktober 2025 fand ein bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung statt, an dem sich 120 Beratungsstellen in ganz Deutschland beteiligten. In Hamm jedoch haben Haushaltskürzungen bereits zu Einschnitten bei zentralen Angeboten für Geflüchtete und junge Migrantinnen und Migranten geführt. Die Veranstaltung sollte sowohl gelungene Integrationsbeispiele als auch die zunehmende finanzielle Belastung der Unterstützungsprogramme in den Fokus rücken.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) richteten im DRK-Heim in Bockum-Hövel eine Diskussionsrunde aus. Dort präsentierten sie ihre Angebote für neu Zugewanderte, wiesen aber zugleich auf die aktuellen Herausforderungen in der Hammeler Migrationsarbeit hin. Svetlana Dittmar von der AWO betonte, wie wichtig Programme wie Kommunikationstrainings und Kurse zur sozialen Kompetenz seien, um junge Migrantinnen und Migranten in Schulen und Berufskollegs zu erreichen.
Während der Konferenz berichteten Teilnehmende, die von der Migrationsberatung profitiert hatten, von ihren positiven Erfahrungen. Doch in Hamm haben Mittelknappheit bereits zu Kürzungen bei Einzelberatungen, Gruppenangeboten für junge Geflüchtete und Deutschkursen geführt. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunal- und Bundespolitik nahmen teil, um über die Zukunft der Migrationsdienste in der Stadt zu diskutieren.
Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) sicherte zwar seine Unterstützung für die Migrationsarbeit zu, machte jedoch deutlich, dass die Bundesförderung vorerst auf dem aktuellen Niveau bleiben werde – ohne Aufstockung. Die Veranstaltung diente zugleich als Appell an die Politik, die langfristige Finanzierung dieser Dienste zu sichern. Vertreter der Haushaltsplanung kündigten an, die vorgebrachten Forderungen bei den Haushaltsberatungen für 2026 zu prüfen.
Der Aktionstag unterstrich die unverzichtbare Rolle der Migrationsberatung, zeigte aber auch die finanziellen Zwänge auf, die ihre Zukunft gefährden. Da vorerst keine Erhöhung der Bundesmittel in Sicht ist, stehen die lokalen Angebote in Hamm vor anhaltender Unsicherheit. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen nun in die Haushaltsverhandlungen für 2026 einfließen, in denen über die Stabilität der Förderung entschieden wird.






