26 November 2025, 18:01

Michael Seligmanns Vermächtnis: Vom Pionier der Erinnerungskultur zum Yad-Vashem-Projekt

Gedenktafeln auf einer Wand mit Blumensträußen davor.

Michael Seligmanns Vermächtnis: Vom Pionier der Erinnerungskultur zum Yad-Vashem-Projekt

Dr. Michael Seligmann, eine prägende Persönlichkeit der historischen Erinnerungskultur, hat über Jahrzehnte die Gedenkstätte Villa ten Hompel in Münster mitgestaltet. Als ehrenamtlicher Vorsitzender von 1998 bis 2022 wurde er von Regierungspräsidentin Dorothee Bothe als "Pionier der Erinnerungskultur" gewürdigt. Nun wirkt sein Engagement in einem neuen Vorhaben nach: der Einrichtung eines Bildungszentrums von Yad Vashem in Deutschland.

Der in Emsdetten lebende Seligmann leitete 24 Jahre lang den Trägerverein der Gedenkstätte Villa ten Hompel. Unter seiner Führung finanzierte und entwickelte der Verein die Gedenkstätte mit Fokus auf Bildung und gemeinnützige Ziele. Stefan Querl, der Leiter der Einrichtung, hob Seligmanns Einsatz als entscheidend für die Stabilität und Wirkung des Vereins hervor.

Noch steht die Entscheidung über den Standort des Bildungszentrums aus. Sollte Nordrhein-Westfalen den Zuschlag erhalten, würde das Projekt an Seligmanns Wirken in der Villa ten Hompel anknüpfen. Gleichzeitig spiegelt es sein übergeordnetes Anliegen wider: durch Erinnerung eine aufgeklärtere Zukunft zu gestalten.