Messerangriff in Bielefeld: Terrorprozess beginnt nach schwerer Attacke auf junge Bar-Gäste
Moritz NeumannMesserangriff in Bielefeld: Terrorprozess beginnt nach schwerer Attacke auf junge Bar-Gäste
Messerangriff vor Bielefelder Bar im Mai 2025: Vier junge Menschen schwer verletzt
Ein Messerangriff vor einer Bar in Bielefeld im Mai 2025 hinterließ vier junge Menschen mit schweren Verletzungen. Die Tat, die mittlerweile als mutmaßlich islamistisch motivierter Terroranschlag eingestuft wird, kommt im nächsten Monat in Düsseldorf vor Gericht. Der Angeklagte, ein 36-jähriger Syrer, muss sich wegen der gewaltsamen Attacke verantworten, die bei den Opfern bleibende körperliche und finanzielle Folgen hinterlassen hat.
Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 18. Mai 2025, als Gäste die Bar "Cutie" in Bielefeld verließen. Die Gaststätte hatte bereits geschlossen, als der Täter – identifiziert als Mahmoud M. – mit einem Messer auf die Anwesenden losging. Unter den Opfern befand sich Chris, ein Fan von Arminia Bielefeld, der sich gegen den Angreifer zur Wehr setzte und Schlimmeres verhinderte.
Chris erlitt tiefe Stich- und Schnittwunden und musste notärztlich versorgt werden. Die drei weiteren Opfer, zwischen 22 und 27 Jahre alt, erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Hendrik Wortmann, der Besitzer der Bar, war zum Zeitpunkt des Angriffs nicht vor Ort, traf jedoch kurz nach der Attacke ein, nachdem er die Unruhe gehört hatte. Später initiierte er eine Spendenaktion, die rund 50.000 Euro für die Betroffenen einbrachte.
Der Prozess beginnt am 2. Juni 2026 in Düsseldorf und ist auf 21 Verhandlungstage angesetzt. Mahmoud M. wird als Einzelangeklagter vor Gericht stehen, da keine weiteren Tatverdächtigen in Verbindung mit dem Angriff genannt wurden. Unterdessen kritisiert Chris' Freund und Anwalt, David Volke, politische Verantwortungsträger dafür, den Opfern keine persönliche Unterstützung zukommen zu lassen.
Im bevorstehenden Verfahren wird es um die Umstände des Angriffs und die mutmaßlichen terroristischen Motive gehen. Die Opfer kämpfen weiterhin mit finanziellen Schwierigkeiten neben ihrer körperlichen Genesung. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Folgen gewalttätigen Extremismus für lokale Gemeinschaften.






